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Aus! 6:1 im letzten Satz (Fußball und Sport allgemein)

Pfostentreffer, Montag, 08.06.2026, 12:07 (vor 1 Stunden, 52 Minuten) @ Litze80


Welche gesellschaftliche Verantwortung habe ich denn für ein Land, in dem ich - sagen wir mal - seit meinem 20. Lebensjahr nicht mehr lebe? Zur Tennisausbildung von Zverev hat der deutsche Staat - im Gegensatz zur Hochschulausbildung beispielsweise - so gut wie gar nichts beigetragen.


Du scheinst das Solidaritätsprinzip nicht verstanden zu haben.

Seine gesellschaftliche Verantwortung ergibt sich aus seiner Staatsbürgerschaft, die ihm btw. zahlreiche Rechte gewährt und die ihm keiner - solange er diese Staatsbürgerschaft hat - nehmen kann. Wenn er darauf keinen Wert legt, dann kann er gerne eine andere Staatsbürgerschaft annehmen. Solange er sie aber hält, sollte er sich auch unseren grundlegenden Prinzipien unterwerfen.

Unterstellt, das ganze mit der Tennspielerkarriere hätte nicht geklappt, wäre er ggf. auch auf in einer Situation in seinem Leben auf das Solidaritätsprinzip angewiesen gewesen. Das ist alles keine Einbahnstraße...

Du meinst so Rechte wie Personenfreizügigkeit innerhalb der EU?

Wie bereits gesagt, ich empfinde das als komplett absurd, über die gesellschaftliche Verantwortung und moralische Einstellungen von extrem Reichen zu die Köpfe zu zerbrechen.

Wenn man das Problem lösen möchte (und als eines ansieht), dann muss man andere gesetzliche Regelungen finden. Man müsste einen Mindeststeuersatz zumindest in der EU einführen. Die globale Linke hat es probiert mit den 15% Mindeststeuer für alle Unternehmen, aber die Leute wählen nun mal lieber Politiker die "Ausländer raus" und "die ganzen faulen Armen, denen müssen auch noch ihr letztes Hemd nehmen" schreien (und alles tun um zu verhindern, dass es gerechte Besteuerung gibt) anstatt diejenigen, die versuchen, Lösungen zu finden. Entsprechend abgeschwächt wurde es und gilt nun nicht für Leute wie Zverev.

Unsolidarisch sind in diesem Kontext vor allem die Regierungen, die bewusst so ruinöse Steuersätze einführen und Steueroasen schaffen wie in Monaco, Luxemburg, UK, Irland etc. Hier muss das Solidaritätsprinzip gelten und das Wettbewerbsprinzip abgeschafft werden.

Wenn es dann legales Verhalten ist, weil korrupte Rechte es zu legalem Verhalten gemacht haben, kann man den Leuten die es nutzen um Geld zu sparen kaum vorwerfen. Besonders, da es diese Diskussion schon mindestens seit Beckers und Graf's Zeiten gibt und es somit Generationen von Sportlern schon so gemacht haben, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen.


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