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Neu auf schwatzgelb.de: Der Tag, der der schönste von allen werden sollte: Das Spiel, dessen Name nicht genannt werden darf (BVB)

captain_gut, Rendsburg, Mittwoch, 27.05.2026, 14:37 (vor 6 Stunden, 56 Minuten) @ Redaktion schwatzgelb.de

Ich hatte eigentlich bis nach dem 33. Spieltag nicht wirklich dran geglaubt, dass wir wirklich Meister werden können (das war auch 2019 so). Es war cool, dass wir so lange dran geblieben sind, aber dass wir wirklich Meister werden können, kam mir unwirklich vor. Vermutlich lag es an der Dominanz der Bayern seit 2013, dass ich irgendwie fest davon ausging, dass die sich am Ende eh wieder durchsetzen. Vielleicht war es auch Selbstschutz vor Enttäuschung. Von daher war das bis dahin kein echtes Thema für mich.

Das änderte sich dann erst nach dem vorletzten Spieltag, wo wir alles in der Hand hatten und "nur" noch das Heimspiel gegen Mainz gewinnen mussten. Da war es dann plötzlich real, und der Glaube kam ganz plötzlich, wie aus dem Nichts. Bis zum Spieltag hat sich die Aufregung stetig gesteigert, und ich wusste gar nicht so recht damit umzugehen. Das hat mich völlig überwältigt und überfordert. Ich wusste eigentlich bis kurz vor Anpfiff nicht, wie und wo ich das Spiel verfolgen würde. Am Ende habe ich es dann alleine im Netradio mit (vergeblichen) Streaming-Versuchen verfolgt.

Ich weiß, dass es jedem Fan irgendwie anders geht und auch diese Zeit anders erlebt hat. Dennoch glaube ich, dass die Stimmungs- und Gemütslage des Umfelds sich auch immer zu einem gewissen Teil auch im Verein und in der Mannschaft wiederfindet.

Daher kann ich mir auch vorstellen, dass die Mannschaft nicht zu 100% vorbereitet auf die Situation war und es auch dort eine Art Überforderung mit der Situation gab.

Unter diesem Aspekt sehe ich nun auch Meisterschaftsansagen wie von u.a. Beier und Schlotterbeck mit anderen Augen. Eigentlich bin ich kein Freund von großspurigen Kampfansagen und würde lieber die Leistungen auf dem Platz sprechen lassen, aber vielleicht hilft so etwas tatsächlich, um im Fall der Fälle bereit zu sein.


Nach dem Spiel war auch bei mir die Enttäuschung riesig und in mir vollkommene Leere. Aber heute wirkt das gar nicht mehr so stark nach. Ich glaube auch nicht, dass die Grundstimmung um den BVB heute so fundamental anders wäre, wenn wir die Meisterschaft geholt hätten, wie man manchmal so hört und liest.


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