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Man darf gespannt sein... (Spieltage)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Montag, 18.05.2026, 11:38 (vor 2 Tagen) @ DomJay

Natürlich haben sie das Ziel, ähnlich wie Heidenheim, sich in der Liga zu halten. Niemand will wie Tasmania Berlin wieder absteigen.


Es wird immer wieder rauf und runter gehen für manche Vereine. Gerade, wenn die Basis eine nicht haltbare Mannschaft ist.

Wenn man zB Leihspieler hat oder starke unterbezahlte Spieler. Aber Tasmania war tatsächlich ne Ausnahmesituation

Die Teilnahme Tasmanias am Spielbetrieb der Bundesliga wurde seinerzeit unter Fußballanhängern gerne auch in Anlehnung an die in der ersten Hälfte der 50er zusätzlich zum Porto verpflichtend zu verwendende Steuermarke ii:m als „Notopfer Berlin“ bezeichnet.

Nach Herthas Zwangsabstieg in der Saison 65/66 gab es ein ziemliches Kuddelmuddel wie man eine Neubesetzung regeln solle. Da wurden an einem Tag eine Regelung beschlossen, die am nächsten Tag aufgehoben wurde und am übernächsten Tag wieder geändert wurde. Die DFB-Gerichtsbarkeut hatte viel zu tun. Es wurde noch verzwickter dadurch, dass dem eigentlich abgestiegenen KSC der 14. Tabellenplatz zugesprochen wurde.

Hinzu kam, dass man beim DFB der Auffassung war, dass statt der Hertha unbedingt eine anderer Berliner Verein in der Bundesliga vertreten sein sollte. Diese Auffassung wurde von der Springer-Presse nachdrücklich unterstützt und wohl hinter den Kulissen auch von der Politik. Dann hätte die Bundesliga allerdings 17 statt 16 Miglieder gehabt. Am Ende wurde der Abstieg ausgesetzt und die Bundesliga auf 18 Vereine aufgestockt. Womit der andere eigentliche reguläre Absteiger aus Gelsenkirchen in der Bundesliga verblieb.

Der Berliner Vertreter wurde dann Tasmania 1900, nachdem die in der Regionalliga Berlin vor Tasmania platzierten Tennis Borussia (war kurz zuvor in der Aufstiegsrunde gescheitert) und Spandauer SV verzichtet hatten. Aus dem Stand musste in aller Kürze und quasi ohne Saisonvorbereitung ein Kader für die Bundesliga zusammengestellt werden. Es folgte ein vollkommenes Scheitern quasi mit Ansage. Dem sofortigen Abstieg nach nur einer Saison mit einer katastrophalen Bilanz folgte dann nur wenige Jahre später Anfang der 70er die Auflösung des Vereins. Die finanziellen Folgen des einen Jahres Bundesligazugehörigkeit waren zu gravierend.

Ja, es war eine Ausnahmesituation . Deshalb finde auch ich es aufgrund der damaligen Umstände als nicht fair, Tasmania als Referenz für ein besonders schlechtes Abschneiden in der Bundesliga heranzuziehen.


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