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Die Bayern machen momentan viel richtig (Fußball und Sport allgemein)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Dienstag, 14.04.2026, 14:21 (vor 20 Stunden, 57 Minuten) @ FourrierTrans

Spekulation:

1. Er mag Eberl nicht und dass der ihn irgendwann ersetzt, auch als "Volkes Stimme". Ist ja auch ein eher hemdsärmeliger Typ wie er, eigentlich ein junger Hoeneß. Aber dazu ist er ihm vielleicht zu wenig perfekt oder vor allem zu wenig demütig ihm gegenüber.

2. Er will Unruhe stiften, damit der Klub nicht einschläft in der Crunchtime. Liga ist safe, CL ist man sehr gut dabei - jetzt vor den Karren treten und Lärm machen soll alle aufwecken.

3. Wenn der Ertrag am Ende immer kleiner wird, dann kauft man die Ruhe und den Erfolg. Auf Dauer rutscht man dann doch mal ins Minus. Und das schmeckt Hoeneß nicht. Nachvollziehbar, aber kann man vielleicht auch anders machen.

Ich denke, die Kaderkosten entstammen immer noch aus dem Salihamidzic/Kahn-Problem. Und sie kriegen es nicht eingefangen. Wie auch: Alle zahlen mehr, sie sind gefolgt und ein Stück weit haben sie auch Maßstäbe gesetzt. Verlängerst du heute einen, orientieren sich alle an dessen Gehalt. Du kannst vielleicht mal Glück haben mit 2-3 Youngstern - haben sie sogar - aber auch die halten dann bald die Hand auf und wollen "marktgerecht" bezahlt werden. Aber da ist dann auch die Einschätzung schwierig. Bei einem gut rollenden Team wie den Bayern kann auch ein Durchschnittskicker gut erscheinen. Aber schaut man nicht genau hin, kriegt man "nur" einen Moukoko.


Sehe ich etwas anders. Die Oli-Kahn-Auswüchse schwitzt man jetzt nach und nach aus und so völlig absurd überbezahlte Spieler wie Sane oder Goretzka sind (bald) weg, incl. ihrer Verträge. Dass man mit Gnabry verlängert hat, hat mich allerdings gewundert.

Gnabry war mit seinen schwankenden Leistungen und seinen verletzungsbedingten Abwesenheitszeiten bei einem gleichzeitig äußerst hoch dotierten Vertrag ein wie Goretzka ein Verkaufskandidat. Wie letzterer hatte er allerdings klargemacht, dass er den Club nicht vor Ablauf seines Vertrages verlassen wolle. Das musste die Clubführung akzeptieren; gleichzeitig war damit aber auch klar, dass man seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern würde.

Allerdings hat der Zufall bei Gnabry Pate gestanden, dass es nun doch anders gekommen ist. Mit der schweren und absehbar langwierigen Verletzung von Musiala fehlte den Bayern plötzlich ein einigermaßen adäquater Ersatz für die Position hinter Kane. Trainer Kompany probierte hier Gnabry aus, der sonst bis dato als Flügelspieler oder als Backup auf der zentralen Sturmposition eingesetzt worden war. Und Gnabry hat seine Chance genutzt und das mAn durchaus eindrucksvoll.

Insofern finde ich es schon nachvollziehbar, dass Bayern mit Gnabry zu etwas reduzierten Bezügen am Ende dann doch verlängert hat. Musiala bekommt zwar nun nach seiner Rückkehr auf den Platz immer mehr Spielzeit, aber Kompany hat nun mehr Flexibilität für sein Offensivspiel.

Man hat zwar jetzt mit Musiala eine neue Marke gesetzt, mit knapp 25 Mio. € Jahresgehalt. Man hat aber auch eine ganze Reihe top performender Spieler, die sogar weniger verdienen als der scheidende Goretzka; Olise (13 Mio. €), Tah (12 Mio. €), Laimer (9 Mio. €), Stanisic (8 Mio. €), Pavlovic (7 Mio. €), Bischof (5 Mio. €), Karl (2 Mio. €).

Die Frage ist wie lange dies so bleibt.

Davies hat man bei seiner Vertragsverlängerung auch bei ca. € 15 Mio p.a. angehoben. Weshalb ein Laimer nun auch entsprechende Forderungen stellt. Pavlović als gebürtiger Münchner, der seit seinem siebten Lebensjahr im Club ist, wird wohl keine großen Wechselgedanken haben. Allerdings fragen da schon so einige Topclubs bei ihm nach und Bayern wird auch bei ihm auf Sicht das Gehalt anheben müssen. Bei Olise, den Real und andere unbedingt haben wollen, gilt das ohnehin, auch wenn er einen langfristigen Vertrag ohne Ausstiegsklausel hat. Und Karl wird mit Sicherheit auch nicht auf dem aktuellen Level bleiben wie bisher, und Bischof mittel- bis langfristig ebenfalls nicht.

Momentan sieht das alles recht positiv aus bei den Bayern. Nur je besser sie performen, desto größer wird das Interesse anderer Clubs an ihren Spielern. Und zwar der Clubs, die den Bayern finanziell voraus sind und für die Gehälter für z.B. einen Karl in zweistelliger Millionenhöhe nur ein Klacks sind. Solche Gehälter will Bayern auf der jetzigen Entwicklungsstufe Karls verständlicherweise nicht zahlen. Aber wenn z.B. Real ernst macht, dann müssen sie dagegenhalten oder sie verlieren ein solches Toptalent.

Viele Clubs sind das nicht, die Bayern an dieser Flanke angreifen können. Aber es sind genau die. die über die notwendige finanzielle Ausstattung verfügen.


In der Range zwischen Laimer und Bischof sind bei uns Spieler wie Nmecha (oberes Ende), Brandt, Silva/Bensebaini (unteres Ende) unterwegs. Was ich da in der letzten Zeit so von einem Laimer, Stanisic, Pavlovic oder Bischof/Karl sehe, puh, das ist ein riesiger Qualitätsunterschied. Eindrücklich war von den ersten drei genannten Spielern auch das letzte Match gegen Real.

Wenn der BVB langfristig weiterhin seine nationale und vor allem internationale Position halten und vielleicht sogar ausbauen will bei den vorhandenen finanziellen Möglichkeiten, dann werden wir unsere Pavloviće, Stanišiće, und Karls zwangsläufig auch aus dem eigenen Nachwuchs herausentwickeln müssen. Und es sollte uns gelingen, unser Bischofs auch aus der Bundesliga heraus zu rekrutieren.

Dass wir dabei in der Nahrungskette deutlich hinter den Bayern angesiedelt bleiben werden, ist klar. Was uns aber nicht daran hindern sollte, die fußballerische Qualität unserer Rekrutierungen anzuheben.


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