schwatzgelb.de das Fanzine rund um Borussia Dortmund
A- A+
schwatzgelb.de das Fanzine rund um Borussia Dortmund
Startseite | FAQ | schwatzgelb.de unterstützen
Login | Registrieren

Neu auf schwatzgelb.de: Profifußball und Vereine: Fußballprofis sind alle "Söldner“ – ja, was denn sonst? (BVB)

koom, Dienstag, 14.04.2026, 11:00 (vor 2 Tagen) @ Mottek

Bisserl böse Worte, aber...

Bei Schlotterbeck sehe ich sehr ähnliche Muster wie bei Gittens. Keine Ahnung, ob das mit einem Beraterwechsel einherging oder eine anderweitig geartete Berater-Funktion. Aber unterm Strich gibt es 2 Schlotterbecks. Den vor dieser Saison und den jetzigen. Der vorige war ein eher junger Fußballer, der alles gab, sich engagierte und machte. Der sich nicht aussergewöhnlich porträtierte, sondern sich vor allem darum kümmerte, gut zu trainieren und zu spielen. Der medial eher bedeckt unterwegs war.

In dieser Saison erleben wir einen Schlotterbeck, der seine Mannschaft kritisiert (und sich nicht dabei einbezieht). Der viel mehr motzt und meckert auf dem Feld. Der auch sicherlich mehr riskiert und dadurch auch mehr Fehler macht, aber weniger dafür gerade steht (medial - auf dem Feld versucht er das auch zu reparieren). Er präsentiert sich erheblich anders.

Siehe Gittens. Da gibt es den Binoe-Gittens. Junger Spieler, großes Talent, war fleissig und mannschaftsdienlich und rackerte. Und dann wurde aus ihm "Gittens". Und spielerisch plötzlich war er deutlich eigensinniger, bezog weniger die Mitspieler ein, arbeitete weniger nach hinten und wurde reiner Abschluss-Spieler. Für die eigene Quote, für den eigenen Glanz. Und war dann für den BVB so nicht mehr wirklich nützlich gewesen, weil er mit dieser Spielweise einfach nicht gut genug war.

Aber mal anders:

Nicht falsch verstehen: Selbstbewusst auftretende Spieler sind sehr wertvoll. Mannschaften wie Bayern, Real & Co. holen verstärkt exakt diese Spielertypen, weil die natürlich um ihren Wert wissen und im Duell mit anderen selbstbewussten Ich-AGs dieser Art in einen Wettbewerb treten, den sie nicht verlieren wollen. Spielen solche Spieler in einem Team, wo die meisten eben Mannschaftsspieler sind, klicken sie schlechter, weil sie sich für deutlich überlegen halten. Sie fordern viele Bälle, bekommen diese auch, weil sie exponiert sich darstellen. Wohingegen bei Real halt 11 von 11 Spieler stets den Ball fordern, weil sie das Spiel bestimmen wollen.

Ein Klub wie der BVB hat im Grunde 2 Optionen, mehr nach oben zu kommen: Entweder eine starke Trainerpersönlichkeit haben, die das Team so sehr formt und einstellt, dass sie als Mannschaft enorm stark sind (ein bisserl die Idee ala Klopp, aber auch Rangnick und anderer). Oder mittelfristig viele selbstbewusste spielstarke Einzelspieler zusammenzubekommen, die sich in einem eigenen Wettbewerb antreiben. Letzteres ist teurer, braucht dann auch einen Trainer, der das anleiten kann (siehe den Konflikt Alonso-Real) und ist u.U. auch instabiler, wenn die Balance nicht stimmt.


Antworten auf diesen Eintrag:



gesamter Thread:


schwatzgelb.de unterstützen

1562711 Einträge in 16767 Threads, 14380 registrierte Benutzer Forumszeit: 16.04.2026, 21:17
RSS Einträge  RSS Threads | Kontakt | Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutzerklärung | Forumsregeln