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„Haben einen guten Fortschritt gemacht“ | PK mit Niko Kovac | BVB - HSV (BVB)

Blarry, Essen, Freitag, 20.03.2026, 10:19 (vor 1 Tag, 7 Stunden, 59 Min.) @ Earl Chekov

Kein Zweifel, er hätte das souveräner abmoderieren können. Ich kann seine Verärgerung total nachvollziehen und bewundere ihn für seine Kontrolliertheit. Ein gewisser Herr Klopp hätte den Journalisten aufgefressen.

Es ist schade, dass es auf Dauer Grundlage eines gesunden Arbeitsklimas im Fußball zu sein scheint, jeden externen Fragensteller als potenziell schädlichen und schädigenden Akteur zu behandeln. Selbst wenn es um ein komplettes Nichtthema geht, das außer ein paar Verstrahlten auf Twitter kein Sackhaar juckt, zu dem man sich gerne irgendetwas zusammenspinnen würde für ein paar Klicks und zwei Euro Einnahmen aus Werbebannern.

Kloppo ist - leider - ein positives Beispiel, wie man sich selbst ein vernünftiges Verhältnis zur Presse schafft. Der hat früh erkannt, dass die Öffentlichkeitsarbeit in und um Dortmund ein ständiges toxisches Hintergrundrauschen ist, und einzelne Pressevertreter schlicht zusammengefaltet, wenn sie ihm krumm gekommen sind. Stichwort "das Ding ist durch", Stichwort "Tierfilme". Dabei hat er keine Zweifel aufkommen lassen, dass er die "Aggression" nicht von sich selbst ausgehend empfand, sondern von seinem Gegenüber: "auf dumme Fragen kann ich auch dumm antworten" im ZDF damals nach dem 0:3 gegen Real. Und er wusste, dass er (zumindest damals) einen so großen Sympathievorsprung inne hatte, dass hinterher keine bösen Schlagzeilen der Sorte "Arroganz-Anfall" oder "Klopp faltet Journalist zusammen" kommen würden, sondern er hat die Öffentlichkeit irgendwie über die Arbeit und Sensationsgier der Presse reflektieren lassen. Da war er kurz nicht der empathische Herr Klopp, der sich sofort zu 100% auf sein Fragen stellendes Gegenüber einlässt, sondern ein tiefgründig manipulierender Medienprofi, der dieses Gegenüber als Mittel zum Zweck nutzt.

Unpopular opinion: eine Bundesliga mit 18 Jürgens Klopp als Cheftrainern, und die Sportmedienlandschaft und sportfokussierten Social-Media-Auftritte wären heute längst nicht so abgefuckt düstere Schattentäler. Die Sportschaffenden gehen heute alle viel zu devot mit den Medienschaffenden um, und dann kommen solche Interviewfragen wie bei Kovac raus. Der als Nichtmuttersprachler aus der Sicht der Journos natürlich einen noch größeren "Opfer"-Schriftzug auf der Stirn trägt.


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