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FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Donnerstag, 05.02.2026, 20:24 (vor 22 Stunden, 49 Minuten) @ Gargamel09
bearbeitet von FourrierTrans, Donnerstag, 05.02.2026, 20:31

die ölheizung meines opas ist 35 jahre alt und top in schuss und durch zugabe von zusätzen (ähnlich wie beim sprit ultimate usw) und regelmässige wartung ist sie auch sauber wie am ersten tag.
neue heizungen machen nur probleme und halten nichtmal ansatzweise so lange.
wozu also was neues einbauen? zahlst du das? mein opa kann es nicht, warum auch.. ;-)


Die alten Kessel haben einen deutlich schlechteren Wirkungsgrad als neue Brennwertkessel. Zum Teil, weil die Energie im Abgas nicht ausnutzen. Und zudem auch, weil sie weniger stark auf Effizienz hin konstruiert wurden. Man benötigt also mehr Heizöl als bei einem neuen Heizkessel.


Mein Vater ist auch pro Öl und gegen Wärmepumpe. Die Wärme fühlt sich auch ganz anders an meint er, bestätigt durch seinen Nachbarn, der eine Wärmepumpenheizung hat und meint, bei Euch ist es schön kuschelig bei uns nicht. Dann hat es noch von einem anderen Nachbarn die Wärmepumpenheizung nach 10 Jahren bereits zerlegt, das sind so alles Dinge, dass er sich die nie einbauen würde.

Was ihn auch stutzig macht, warum sind die bei uns so teuer und auf der Insel viel günstiger?

Das sind aber in der Tat zwei valide Punkte. Ich habe diese Woche noch einen Bericht gesehen, ich bin mir nicht mehr ganz sicher ob es ARD oder ZDF war, da ging es darum, dass in Ungarn gerade ein Run auf Wärmepumpen herrscht. Der Einbau bzw. die Gesamtkosten sind im Bestand im Schnitt mehr als halb so günstig, wie in Deutschland, auch nach Förderung, so hieß es da. Hinzu kommt, dass im Hinblick auf die Nutzung die Stromkosten spürbar geringer sind. Nahezu überall im europäischen Ausland.

Mein Sanitärtechniker sagt, dass man tatsächlich damit rechnen muss, dass die Lebensdauer einer Wärmepumpe um die 10 Jahre beträgt, maximal 15 Jahre. An anderer Stelle wurde das ja hier schon diskutiert, mit anderen, besserern Erfahrungen anderer User. Ich habe im direkten Umfeld 3 Leute, die sich in den letzten 2-3 Jahren eine Wärmepumpe des/eines deutschen Herstellers eingebaut haben. Oder sagen wir, ehemaligen deutschen Herstellers. Alle drei haben enorme Probleme, es kommt immer wieder zu Störungen und Ausfällen. Manches davon kann der Handwerker/Sanitärtechniker beheben, das meiste nicht. Was darin begründet liegt, dass es, zumindest im Falle dieses Herstellers, Vorfälle gibt, die nur ein Techniker des Herstellers beheben darf, vertraglich. Andere Vorfälle sind vom Handwerker/Sanitärtechniker nicht zu lösen, schlicht, weil Fähigkeiten und Software/Diagnose vom Hersteller benötigt werden. Nicht selten ist ein Applikationsingenieur vom Hersteller gefragt. Wie gesagt, konkret auf diesen einen Hersteller bezogen. Ich habe das meinen Sanitärtechniker mal gefragt, weil das bei mir bald auch Thema wird und der hat das bestätigt. Der Laden ist schon recht groß, die haben ungefähr 40 Leute, seine "Heizungstruppe" hat auch größtenteils alle Schulungen und Fortbildungen zum Thema Wärmepumpe gemacht. Es bleibt aber dabei, dass nicht wenige Störungen entweder vertraglich bedingt oder aufgrund der notwendigen Tools vom Hersteller-Techniker behoben werden müssen. Bei der Gasheizung kann wirklich jeder Sanitärtechniker das Problem zügig lösen, ich als Halb-Ingenieur (Wirtschaftsing., also die typische Ente, kann weder richtig schwimmen, noch richtig fliegen ;-)) habe Probleme oft selbst lösen können, einfach, weil das System "Gasheizung" deutlich einfacher konzipiert ist, im Vergleich zur Wärmepumpe. In 36 Jahren Gasheizung, also ein- und dieselbe, hatte sie zwei Mal eine Störung, bei der der Handwerker rauskommen musste. Letztes Jahr war die Membrane kaputt, die musste dann raus und eine neue rein für 50 Euro.


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