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Deutschland und sein Schiedsrichterwesen (Spieltage)

burz, Lünen, Sonntag, 11.01.2026, 11:43 (vor 23 Stunden, 5 Minuten) @ Ricola1

Es fängt schon an mit der unterschiedlichen Bewertungen von Szenen. Was eine Woche falsch ist (weil wohl der Schiedsrichter anders entschieden hat), ist in der anderen Woche richtig.

Es geht weiter mit dem VAR-Eingriff, der mal reagiert, mal nicht. Und es geht dann über die Aufarbeitung, wo es in der Regel keine Kritik an den "Unparteiischen" gibt (höchstens im Promille-Bereich).

Übrigens, ein Kinnhöfer darf gerne kritisieren, aber man merkt ihm an, dass er im Schiri-Clan verbunden ist. Es ist schon komisch, dass er einen Spieler kritisiert, aber die bekannten Entscheidungen auf dem Platz einfach ignoriert (gut, dass ich mir den Müll gestern nicht angetan habe). Es bleibt zu hoffen, dass er als Geschäftsführer in Herne bessere Entscheidungen trifft als als "Fachmann im Fußball".

Ich komme aus einer Zeit, da gab es Eschweiler, Ahlenfelder und sogar Merk. Auch die machten Fehler, aber in der Regel standen sie dazu. Das fehlt in der heutigen Zeit fast vollständig.

Gruß

CHS


Beim letzten Absatz gehe ich überhaupt nicht mit. Nicht ein Stück. Eschweiler und Co. waren in einer Zeit unterwegs, in der die meisten BL-Spiele gar keine bewegten Bilder produzierten oder ausnahmsweise in der Sportschau bzw. in Ausschnitten im ASS. Mit anderen Worten: Als diese Bilder nicht in allen erdenklichen Dimensionen seziert wurde. Ich behaupte mal: Eschweiler, Ahlenfelder oder Merk sind in ihrer gesamten Karriere so oft nach Fehlern gefragt worden wie heute ein Schiedsrichter an einem gesamten Wochenende inklusive Doppelpass und Co. Fallen komplett aus der Wertung.

Die Schuld am heutigen Dilemma tragen wir. Das Geschäft lebt davon, Skandale, Bilder und Diskussionen zu provozieren. Da, wo es knapp wird, erregen sich die Gemüter. Die produzieren so viele Bilder, Geschichten, Skandale und Skandälchen, so viel Ghossip damit, weil das Publikum das so möchte. Das wird auch nicht aufhören, solange die Menschen das so möchten und viel Geld dafür zahlen. Oder es läuft sich tot. Irgendwann, gegen andere Sportarten oder sonstiges.

Wollte man vereinsseitig oder in der BL die Gemüter beruhigen, was man nicht möchte, weil sich in diesem System naturgemäß sogar alle als Opfer sehen dürfen, würde man sich so zurücknehmen, wie zu Eschweilers oder Merks Zeiten. Absolute Aufregung auf dem Platz, "Schiedsrichter, Telefon" und am Ende recht schnell anerkennen, dass die Schiedsrichterei eben fehleranfällig ist. Selbstredend gibt es da unterschiedliche Qualitäten. Gibts eben. That's life.

Zuschauer erkennen durchaus an, dass Schiedsrichter Fehler machen. Das Problem ist, dass das Schiedsrichterwesen dies nicht offensiv in die eigene Kommunikation aufnimmt und eigene Fehler eingesteht.

Und das ist m.E. auch die Ursache dafür, dass man so große Schwierigkeiten hat, ein gemeinsames Zielbild für die konsistente Bewertung von Spielsituationen zu entwerfen.

Das Schiedsrichterwesen hat jedenfalls einen ausreichend großen Anteil daran, wie man in der Öffentlichkeit bewertet und behandelt wird.


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