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Adeyemi und die neue Ernsthaftigkeit (BVB)

Kruemelmonster09, Montag, 03.03.2025, 22:59 (vor 344 Tagen) @ Will Kane

Mir geht es nicht um die Leistung, sonder die Art und Weise wie BVB Anhänger mit Spielern umgehen.

Gerade bei Adeyemi ist mir das aufgefallen, weil es teilweise widerlich ist. Und dann kann ich verstehen, wenn immer mehr Spieler da keinen Bock mehr habenm und lieber heute als morgen wechseln.


Ich habe keinerlei Ahnung von ‚Social Media‘ und was so alles dazugehört. Natürlich bekomme ich da einiges mit, nicht zuletzt über die Kinder und deren Familien. Aber den tieferen Sinn, der dahinter stehen mag, habe ich bis heute nicht verstanden.

Sei‘s drum, bist Du der Auffassung, dass diese Art und Weise mit Spielern umzugehen, die Du im Falle Adeyemis als teilweise widerlich bezeichnest, typisch für BVB-Anhänger ist? Für mich klingt das ein wenig so, aber da mag ich mich auch täuschen. Gibt es so etwas nicht auch bei Anhängern anderer Clubs oder ist das aus Deiner Sicht bei uns besonders ausgeprägt? Immerhin siehst Du hier offensichtlich eine Relation zu Wechselwünschen von Spielern.


Wie immer sind die Stimmen lauter als die der gemäßigten Fans. Aber wenn man da die Beziehung usw in Fadenkreuz nimmt und eigentlich den Spieler am liebsten weg sehen will, warum soll der dann mit eben jenen Fans feiern?


Das Privatleben eines Menschen geht andere nichts an, auch wenn es sich um einen Prominenten handelt (und Adeyemi ist als Profifußballer und Nationalspieler prominent). Ich persönlich finde, dass hier generell schon seit längerem Grenzen überschritten wurden und werden.

Es scheint mir allerdings auch so zu sein, dass das öffentliche Zurschaustellen des eigenen Privatlebens via ‚Social Media‘ nicht nur wohlmeinende ‚Follower‘ anlockt, sondern auch böswillige Zeitgenossen. Diese gab es schon immer, nur haben sie es heute viel einfacher als früher, ihre Böswilligkeit auszuleben.


Ohne das jetzt gut zu heißen, aber:
Ist das nicht irgendwie auch normal?
Früher hast du vom Privatleben der Fußballer nichts gewusst und sie haben dementsprechend da auch kein Feedback zu erhalten.
Wenn dann jedoch die Partnerin im P1 betrogen wurde, zu einem Mitspieler (oder Trainer) "gewechselt" ist, war es aber damals schon Thema. Und auch damals gab es da schon "hate", den man natürlich damals nicht so bezeichnet hat.

Hast du vor 20 Jahren die Bild eingeladen, um eine Homestory verbreiten zu lassen, hast du auch schon Spott und Häme kassiert.

Am Ende kann ich es halt auch einfach nur bedingt nachvollziehen. Wenn Fußballer vor 20 Jahren und noch mehr bewusst mit sowas polarisiert haben, dann haben sie das (wie heute) auch getan, um mehr in der Presse zu sein und mehr Geld zu verdienen.

Vor 20 Jahren war das Geld, was du im Fußball verdient hast, aber auch einfach viel weniger als heute. Natürlich, es gibt im Einkommen einen riesigen Unterschied zwischen Adeyemi und beispielsweise Ronaldo. Sollte Adeyemi jedoch morgen sportinvalide werden, würde er doch auch bis Lebensende problemlos als Privatier leben können.

Klar, polarisieren auf Social media bringt dir mehr Einkommen und dementsprechend vermutlich mehr Einkommen.

Aber lohnt es sich dafür sein Privatleben so zu öffnen?
Öffnest du es so, musst du halt auch mit den Schattenseiten leben, ganz egal wie wir beide das finden.


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