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Führungsschwäche (BVB)

bastlke, Kempten, Dienstag, 21.01.2025, 15:04 (vor 387 Tagen) @ Sascha

Mich lässt das auch alles komplett ratlos zurück. In der Winterpause war bereits klar, dass der Kader eben qualitativ unausgewogen besetzt ist und wir einem tabellarischen Rückstand hinterher laufen. Und selbst wenn man die Niederlage in Kiel nicht eingeplant war, war ein Szenario mit 0 Punkten aus den Spielen gegen Leverkusen und in Frankfurt so realistisch, dass man es hätte durchspielen müssen. Getan hat man, außer dem Verkauf von Malen, rein gar nichts.

Stattdessen scheint man wirklich verzweifelt zu hoffen, dass sich irgendwie alles zum Guten wendet und Sahin heute gewinnt. Wenn nicht, hat man noch anderthalb Wochen, um erst einen neuen Trainer zu finden und dann vielleicht noch zwei Transfers zu tätigen. Ansonsten kann man wenigstens damit "schon" direkt loslegen. Für das Spiel Samstag gegen Werder ist das aber trotzdem zu spät und so hat man die vier Spiele nach der Winterpause einfach komplett verschenkt.

Warum? Mir scheint da die Darstellung von Berger naheliegend, dass es einfach überhaupt keine klaren Kompetenz- und Führungsstrukturen gibt. Sammer ist externer Berater, Mislintat Kaderplaner. Der eine hat überhaupt keine Entscheidungsfunktion, der andere ist dem Sportdirektor unterstellt. Beide sollen Kehl zuarbeiten, arbeiten aber wohl gegen ihn. Ricken hat zwar kürzlich den Vertrag mit Kehl verlängert (btw. in den Gesprächen dazu hätte man doch auch seine Strategie für die verschiedenen, kurzfristigen Szenarien abklären sollen, oder?), scheint aber von seiner Arbeit doch nicht so überzeugt zu sein, dass er ihm in dieser für einen Sportdirektor fundamentalen Trainerfrage folgt. Als Geschäftsführer wäre es seine Aufgabe, entweder Mislintat und Sammer auf ihre Plätze zu verweisen, oder er hätte Kehl an die Luft setzen müssen.

Man hört wirklich oft aus dem Verein, dass Watzke in der Vergangenheit der "Macher" und Entscheider war. Vermutlich war es wirklich so, dass alle Experten ihre Meinung äußern durften und am Ende wurde das gemacht, wofür Watzke sich dann entschieden hat. Dann hat man jetzt zwangsläufig ein veritables Problem, das sich auch nicht schnell lösen wird, wenn Watzke tatsächlich ernst macht und sich aus der Entscheidungsfindung zurück zieht. Du hast Personen, die es gewohnt sind, Meinungen zu haben, aber nicht, Entscheidungen zu treffen. Man diskutiert alles irgendwie auf Augenhöhe, weil es nur eine Person über allen anderen gibt. Und man hat Menschen, die damit auch eigentlich ganz zufrieden sind.

Das wird noch eine harte Zeit für uns.

Ich verstehe es auch nicht.

Sollten Sammer und Mislintat gegen Kehl arbeiten, dann müsste Ricken Farbe bekennen, und somit Sammer/Mislintat (was ich hoffe) schicken, oder aber Kehl. Gefühlt kann ja auch nichts dabei rauskommen, wenn der Kaderplaner gegen den Sportdirektor arbeitet. Heißt: Jeder gelungene Transfer würde man Kehl annrechnen, jeden verbockten wohl aber auch. Wenn Mislintat gegen Kehl ist, dürfte er wenig Interesse haben, ihn gut aussehen zu lassen. Was dann aber zwingend Ricken zum eingreifen bewegen sollte, da es sonst die Kaderplanung massiv behindert.

Oder, man hat sich intern schon auf eine Trennung von Sahin festgelegt (was ich nicht glaube), und wartet ab welche Transferwünsche der neue Trainer hat.

Auf alle Fälle ist das zum jetzigen Zeitpunkt echt dünn. Ich kann mich noch daran erinnern, dass es von Kehl hieß, man ist auf jedes Szenario vorbereitet, und Sahin meinte die Scoutingabteilung kennt jeden interessenten Spieler auf der Welt.

So gut ist man wohl doch nicht vorbereitet.


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