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Selbstaufgabe? Selbstreflexion! (BVB)

markus, Sonntag, 19.01.2025, 19:29 (vor 389 Tagen) @ Timo_89

Punkteschnitt

22/23: 2,09 (71 Punkte, Platz 2)
23/24: 1,85 (63 Punkte, Platz 5)
24/25: 1,38 (25 Punkte, Platz 10)

Tritt mal einen Schritt zurück. Der Trend geht gerade einfach stark runter. Natürlich ist es rechnerisch noch möglich, es ist nur in der aktuellen Situation mit dem aktuell vorliegenden Leistungspotential schwer vorstellbar, dass wir die UCL noch erreichen (2,5 Punkte nötig pro Spiel)

Ich habe unter Edin gemeint, dass es unklug ist, den Trainer zu wechseln, da ich davon ausgegangen bin, dass er bereits den maximalen Erfolg aus dem Kader herausholt (mehr als den DFB Pokal holen, ernsthaft um die Meisterschaft mitspielen und ins CL Finale kommen, kann man als Trainer in Dortmund nicht erreichen) und es demnach nur schlechter werden kann. Das für mich Erwartbare ist eingetreten. Aber viele andere träumten von mehr und dachten, es könnte besser werden. Ich habe auch immer gemeint, dass es egal, wie das aussieht. Fußball ist ein Ergebnissport, kein Eiskunstlaufen. Aber viele meinten, lieber eine Spielidee haben, auch wenn der Erfolg nachlässt. Meine Prognose war, dass das mit weniger Erfolg schnell umsetzbar ist, aber das mit der Spielidee nicht.

Ja, es mag frustrierend sein, wenn man konstant am eigenen Limit ist, jede Saison gleich abläuft und keine Steigerung mehr drin ist, aber wir sind keine Weltmetropole. Wir werden immer hinter den Möglichkeiten bleiben, die in solchen Metropolen möglich sind. Damit müsst ihr euch leider abfinden.

Mir ist nicht klar, wie du auf 2,5 pro Spiel kommst. In den meisten Fällen reichen 60 Punkte, oft auch weniger, für die Qualifikation zur Champions League. Und es ging mir nicht darum, dass wir das locker noch schaffen. Ich frage mich nur, ob es sinnvoll ist, jetzt schon den Kopf in den Sand zu stecken. Mit der Einstellung geht das erst recht nicht mehr.


Und selbst wenn, entgegen aller Erwartungen, wir die UCL irgendwie noch auf Platz 4 erreichen sollten, dann war es eine weitere chaotische Saison, die Spuren hinterlassen haben wird. Im Innenverhältnis von Management und Mannschaft, im Zusammenspiel mit den Fans, in der Außendarstellung für Medien und Sponsoren, in der Wirkung auf Berater und Spieler, in der Hackordnung im deutschen Fußball, und so weiter. Der Tenor ist doch nun wirklich für jeden zu erkennen: Bei Borussia Dortmund bröckelt es.

Umso wichtiger wäre genau jetzt der bedingungslose Support der Fans. Statt Hate und Unruhe zu stiften. Den Bergers dieser Welt ist das egal. Denen geht es um Klicks. Aber müssen wir denn darauf hereinfallen und das Ganze mit befeuern (ich nehme mich da nicht von aus)?


Natürlich kann man sich mit Statistiken aus den letzten 10 Jahren, 5 Jahren oder so befassen. Wie oft wir in diesen Zeiträumen in der CL waren. Man kann schauen, wo der Umsatz jetzt noch liegt, welches Ansehen wir jetzt noch genießen. Hilft aber im hier und jetzt nicht. Um diesen Status zu erhalten, müssten wir eine echte Trendumkehr hinlegen und daran zweifeln so viele, deswegen ist die Stimmung schlecht. Weil die Steine schon so oft umgedreht wurden, weil wir schon so viele Umbrüche hatten und man nicht das Gefühl hat a) die Verantwortlichen wissen woran es liegt und b) haben einen Plan es zu verbessern, sondern man glaubt eher c) die Verantwortlichen sind selbst maßgeblich Teil wenn nicht sogar Verursacher des Problems.

Daher kommt die schlechte Stimmung eher aus einer ehrlichen und schmerzhaften Einschätzung der aktuellen Situation. Da bereitet man sich emotional lieber darauf vor, dass sich der Trend so fortsetzt und freut sich natürlich trotzdem, wenn es anders / besser kommt.

Ich glaube immer noch, dass uns ein Absturz sogar ganz gut tun kann, also rein auf die Fans bezogen. Die Stimmung ist schlecht wie lange nicht und meist nur noch von 500 Leuten getragen. Der Rest ist einfach satt, unzufrieden, realitätsfremd. Wir sind nicht mehr weit weg vom Champagner Publikum in München. Da ist Frankfurt ein ganz anderes Kaliber.


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