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Punktabzug: Union Berlin, steht zu eurer Strafe! (Fußball und Sport allgemein)

majae, Muc, Freitag, 10.01.2025, 14:40 (vor 392 Tagen) @ Murksknüller

Der Begriff passt hier wirklich sehr gut.

Erstens: Der Bochumer Torwart hat natürlich ganz im Sinne des Vereins im Abstiegskampf gehandelt - da gibt es keinen Stolz, keine Ehre und was richtig oder falsch ist, wird allein anhand der Punkte bewertet. Dann braucht man sich aber in Zukunft auch nicht über sonstige Schauspieleinlagen beschweren. Wer jetzt hier ernsthaft darüber diskutieren möchte, ob er wirklich spielunfähig war, der lebt völlig abseits der Realität. Ein Feuerzeug wiegt etwa 10g, wenn das Ding mit 50km/h geflogen ist, hatte es am Ende eine Energie von nichtmal 200 Joule - wenn ich noch berücksichtige, dass ihn das nichtmal voll getroffen sondern nur gestriffen hat, liegt der Übertrag bei sowas wie 20%. Ein Fußball mit 2km/h Geschwindigkeit hat mehr Energie (ja, der elastische Aufprall ist natürlich anders, aber nur mal um die Größenordnungen abzuschätzen). Wen immer dieser Feuerzeugwurf spielunfähig macht, wäre niemals in der Lage so ein Profispiel auch nur 5min durchzustehen.

Zweitens: Was zur Hölle soll der Verein dagegen machen? Schon bei Pyrotechnik - und danach wird aktiv gesucht - schaffen es Fans regelmäßig, auch in Auswärtsblöcken, auch bei internationalen Spielen, eine beachtliche Menge mit reinzuschmuggeln. Feuerzeuge sind nicht verboten im Stadion und selbst wenn man das als sinnvolle Reaktion ansehen würde, müsste man dann selbstverständlich auch Münzen u.ä. verbieten - von der praktischen Unmöglichkeit der Umsetzung ganz zu schweigen. Wieso also wird der Verein hierfür verantwortlich gemacht? Was können Spieler und Trainer dafür, die im schlimmsten Fall am Ende mit dem Abstieg bestraft werden?
Hier wird sich ja regelmäßig über Kollektivstrafen im Sinne von gesperrten Blöcken beschwert, weil sich eine kleine Minderheit daneben benommen hat - jetzt ist es die Aktion eines einzelnen und es werden nicht nur alle Fans, sondern der ganze Verein bestraft, für eine Sache die im Vergleich zu den sonstigen Auslösern von Kollektivstrafen (schwere Randale, Angriff mit Pyrotechnik etc) nun wirklich absoluter Kindergarten ist.

Drittens: Beim DFB weiß man natürlich nie, aber sofern er nur halbwegs konsequent ist, schafft er hiermit einen Präzedenzfall. Sobald ein Spieler in Zukunft auch nur die Berührung irgendeines geworfenen Gegenstandes (Papierkügelchen, leerer Plastikbecher) spürt, muss er einfach nur behaupten, er könne nicht mehr weiterspielen und schon hat seine Mannschaft das Spiel gewonnen. Ist das wirklich im Sinne des Sports?

Dass Union diese Unsportlichkeit nicht einfach hinnimmt ist das einzig richtige.


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