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Nuri Şahin Tactics & Formations& Ratlosigkeiten: Why Top Clubs Should Be Monitoring The Young Borussia Dortmund Coach [Englisch] (BVB)

Bembele, Münster, Dienstag, 29.10.2024, 12:34 (vor 473 Tagen) @ DomJay

Ich meine eigentlich Nuri der schon sehr selbstbewusst und mit großem Selbstverständnis auftritt.

Das ist aber nun nicht mehr so. Wie kann das auch anders sein, wenn die Mannschaft nach 60-70 Analysen immer wieder dieselben Fehler macht. Sahin will sich weiter als stark darstellen (auch noch nach Augsburg in Interviews "Ich werde als Leader vorangehen" "Glauben Sie mir, ich spiele das nicht vor" "Ich gehe vorneweg"), wirkte aber mitunter sehr verunsichert und teilweise ratlos. Das merkte man gestern auch bei der Pressekonferenz, als er nach den vielen Gegentoren (trotz dauernder Analysen) gefragt wurde, und ob sie inzwischen ratlos seien im Trainerteam. Er antwortete mit etwas Verzögerung: „Ratlos sind wir nicht, das wäre nach 8 Wochen ehrlich gesagt nicht so gut."

Geschenkt, dass er die Mannschaft ja schon seit 10 Monaten trainiert (und als Alleinverantwortlicher auch schon seit etwa 15 Wochen); aber wenn es noch eines Beweises bedurfte, dass er inzwischen doch etwas ratlos ist, dann hat es die Meldung (gestern auf Sky) gezeigt, dass er noch in der Nacht nach dem Madriddebakel u.a. bei einigen (Führungs?)Spielern/Personen nachgefragt haben soll, ob sie auch der Meinung seien, dass er - der neulich in einen Interview von sich sagte, er habe 'eine sehr,sehr hohe Meinung von seiner Fußballidee, seiner Art Fußballspielen zu lassen' - sich vercoacht habe in der zweiten Halbzeit.
Die Spieler einzubeziehen, ist vordergründig erst einmal nicht schlecht, hat aber auch seine Grenzen, wenn es irgendwann mal um Autorität geht.

Und die hat man oder nicht. Und man hat sie nicht, wenn man sagt/sagen muss 'Ich habe Autorität' oder ich bin der Leader. Da hätte ihm Klopp schon mal den rechten Weg gewiesen, wie er gestern auf der PK in einem anderen Zusammenhang erzählte: "Ich habe als Spieler früher mal gesagt, dass ich Führungsspieler sein will, am nächsten Tag war ich in der Kabine und Jürgen (Klopp) hat mich gefragt, was ich für eine Scheiße rede. Man muss auf dem Platz als Führungsspieler vorangehen."

Daraus hat er offenbar nicht gelernt. Denn wer dauernd sagen muss, er 'sei ein Leader', 'ich bin klar in der Verantwortung', 'ich stelle mich vor die Mannschaft','ich gehe natürlich vorneweg', der ist nicht der große Leader. Denn der Leader braucht das nicht zu sagen, sondern lebt es vor, so wie Klopp, Streich, Guardiola, Alonso oder die Spieler Xhaka, Hummels.

Das ist auch alles Teil des Entwicklungs-Prozesses.


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