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Manchester United sack Erik ten Hag (Fußball und Sport allgemein)

koom, Dienstag, 29.10.2024, 09:50 (vor 464 Tagen) @ Will Kane

Eine Frage für mich ist, wieviel man an internen Ressourcen nutzt oder nutzen will. La Masia ist für mich nach wie vor da Leitbild hinsichtlich der Nachwuchsarbeit im Spielerbereich. Momentan erleben wir ja wieder, wie die Profi-Elf davon profitiert.

Exzellenter Punkt, ja. Wenn der "Zentralcomputer" Jugendarbeit und die entsprechende Philosophie dahinter verankert hat, stehen die Chancen gut, dass das System sich nach einem Ausfall des Zentralcomputers selbst reparieren kann. Du erschaffst nämlich Spieler, Trainer, Co-Trainer - ja selbst Sportdirektoren, Masseure, Mediziner etc. die das Fundament in sich aufgesogen und verstanden haben. Der eine mehr, der andere weniger.

Woran sich die Frage anschließt, wie sinnvoll das wäre. Schließlich würde man sich externem Input mehr oder weniger verschließen.

Was ja durchaus gewollt sein kann. Wobei bei einem Betrieb einer gewissen Größe nicht jeder hoch kommt. Und dann den Weg nach aussen zu anderen Vereinen geht, dort Erfahrungen sammelt. Und dann vielleicht doch 10 Jahre später, gereift, mit frischen Ideen aber mit dem gleichen Kern, dann verbessert zurückkommt.

Und dann noch eine Frage. Müsste dieser ‚Zentralcomputer‘ nicht eine eigene Position innehaben und wäre es nicht idealerweise der Sportvorstand?

Sportvorstand wäre wohl eine gute Wahl dafür. Trainer sollte es nicht sein. Viel zu kurzlebige Position, zu abhängig vom Tagesgeschäft. Selbst Kaderplaner/Manager ist schon heikel, aber schon deutlich eher machbar. Letztlich halt eine Position von Macht, wo man sich in alles einmischen darf, aber es nicht tut, weil man eben die Informationen aus den ganzen Bestandteilen haben will und nicht selbst an Taktiktafel, Massagebank, Trainingsplatz oder wo auch immer stehen sollte.

Am liebsten hätte Aki Watzke wohl Kloppo in entsprechender übergeordneter Funktion (zurück)geholt. Der bringt jetzt seine Expertise allerdings in den RB-Kosmos ein. Dort hat man ja im Prinzip schon so etwas wie den ‚Zentralcomputer‘.

RB hat sowas durch Rangnick tief verankert bekommen. Der hat letztlich das System und die Idee aufgebaut, darauf setzt man noch heute. RB Salzburg und RB Leipzig haben immer noch die gleiche Spielphilosophie im Kern, sichten Spieler nach ähnlichen Kriterien, bilden aus nach ähnlichen Kritieren. Und auch wenn Leipzig nicht der große Wurf bislang gelungen ist, zahlt sich das unterm Strich schon aus.

Klopp soll vermutlich vor allem die moderne Neufassung von Rangnick einbringen. Er selbst hat konkret Trainerausbildung genannt, gut möglich, dass das der primäre Auftrag ist - also wieder Spielphilosophie, Training, Trainerarbeit. Das Ziel soll sein, viele Trainer im Stile Klopps zu finden, vermutlich auch, um dort mal flexibler agieren zu können.

Wie ich ja auch mal schrieb: Den Trainer im Grunde viel mehr als einen Spezialisten begreifen. Viele Trainer haben meistens ein Steckenpferd, bspw. Offensive oder Defensive. Ist dein Team aktuell gut in einem, schlecht im anderen - hol dir den Spezialisten für die Schwäche. In kurzer Zeit wird deine Stärke weiterhin stark bleiben (Effekte hallen lange nach) und deine Schwäche gefixt sein. Irgendwann wird die Stärke schwächer - wenn der Siedepunkt erreicht ist, holst du dir dann wieder den Trainer für das entsprechende Problem.


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