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Manchester United sack Erik ten Hag (Fußball und Sport allgemein)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Montag, 28.10.2024, 23:17 (vor 464 Tagen) @ koom

Gedankengang: Gleiches Problem wie Dortmund mit Klopp.

Alex Ferguson und Klopp haben bei ihren entsprechenden Teams quasi ALLES gemacht. Kaderplanung, Training, Scouting, Analyse, Spielersuche, Transfers - volles Programm. Ja, sie haben dafür auch Leute geholt und entsprechende Abteilungen aufgebaut - aber letztlich haben diese Informationen zusammengetragen, die dann in den Klopp/Fergie-Zentralcomputer geflossen sind, der dann wusste, was zusammenpasst und was nicht.

Beide Vereine trauern dieser Zeit hinterher, suchen immer wieder Identifikationsfiguren, mal mit Stallgeruch, mal gut im "Verkauf", mal haben sie es mit Konzepttrainern versucht usw.

Das Geheimnis, aus meiner Sicht, liegt daran, dass ein Verein diesen Zentralcomputer haben muss. Und das sollte idealerweise kein Trainer sein, denn die haben nur eine Halbwertzeit von 3 Jahren - bestenfalls (Ausnahmen sind Klopp und Guardiola in der neueren Zeit). Und der Trainer selbst ist nur eine Mechanik, die davon gesteuert wird. Deswegen waren/sind die Bayern jahrzehntelang dominant. Nicht (nur) wegen des Geldes, sondern weil Rummenigge und Hoeneß ein kongeniales Gespann bildeten, das den Laden steuerte. Aber beide sind zu lange fortgewesen, sind abgehängt von der Entwicklung und den Rest haben die diversen Nachfolger erledigt.

Also anders gesagt: Es bräuchte jemanden im Verein, der auch in 10+ Jahren noch sicher da ist, der versteht, was Dortmund ist (Meisterschaftskandidat, per Wirtschaftspower) und was man braucht (Spielphilosophie, passende Spieler + Trainer) und alles in der Umgebung darin anpasst, dass dieses Ziel erreicht wird.

Eine Frage für mich ist, wieviel man an internen Ressourcen nutzt oder nutzen will. La Masia ist für mich nach wie vor da Leitbild hinsichtlich der Nachwuchsarbeit im Spielerbereich. Momentan erleben wir ja wieder, wie die Profi-Elf davon profitiert.

Eine weitere Frage ist, inwieweit man auch Trainernachwuchs ausbilden kann. Auch, um ein entsprechendes Reservoir an Trainern für die Profis zu haben. Beim SC Freiburg versucht man es ja zumindest ansatzweise in dieser Richtung.

Woran sich die Frage anschließt, wie sinnvoll das wäre. Schließlich würde man sich externem Input mehr oder weniger verschließen.

Und dann noch eine Frage. Müsste dieser ‚Zentralcomputer‘ nicht eine eigene Position innehaben und wäre es nicht idealerweise der Sportvorstand?


Watzke ist das nicht. War das nie. Kehl + Ricken? Schwer zu sagen. Wirklich prägend sind sie nicht in ihrer Art bislang. Mislintat? Vielleicht, aber meistens lief es besser, wenn er dann weg war.

Schwierig.

Watzkes Zeit ist ohnehin vorüber und er versucht ein bestelltes Feld zu hinterlassen.
Wobei es bei der Installierung Mislintats schon im Gebälk geknirscht hat; Ricken musste schon die Kompetenzbereiche klarstellen.

Am liebsten hätte Aki Watzke wohl Kloppo in entsprechender übergeordneter Funktion (zurück)geholt. Der bringt jetzt seine Expertise allerdings in den RB-Kosmos ein. Dort hat man ja im Prinzip schon so etwas wie den ‚Zentralcomputer‘.


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