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2 Punkte auf Platz 3 (Spieltage)

markus, Montag, 28.10.2024, 17:28 (vor 448 Tagen) @ Flotterrotter

Richtiges Kackspiel gestern und wirklich keine gute Situation gerade, aber mit Blick auf die Tabelle lasse ich zumindest auch die Kirche mal im Dorf. Die anderen Teams um uns herum sind auch alles andere als stabil. Die nächsten Wochen werden natürlich schwierig, aber abschreiben würde ich uns da nicht komplett. Ich sehe uns definitiv nicht auf einem zweistelligen Tabellenplatz wie der ein oder andere hier.

Schönen Restsonntag euch allen!


Der Irrwitz ist doch: Wenn die beiden Gegentore gestern ausgeblieben wären, wäre die Stimmung jetzt himmelhoch jauchzend und es würde niemand die Entlassung des Trainers fordern. Hier würde jetzt stehen, dass die Basics langsam drin sind, die 77% Ballbesitz die spielerische Dominanz belegen und die Spielidee klar erkennbar sei. Und zwar von den gleichen Leuten, die jetzt rumstänkern. Es ist nur noch irre, wie schnell sich das Blatt dreht. Da kriegt selbst die Schizophrenie Angst vor.

Ich habe ähnliches weiter unten geschrieben. Leverkusen hat als Meister auch nur vier Spiele bisher gewonnen und gerade mal zwei Punkte mehr als wir. Stuttgart hat als Vizemeister sogar einen Punkt weniger. Wie kann das denn sein? Die Experten hier im Forum waren sich doch einig, dass die uns auf Dauer enteilen werden. In Wahrheit aber knicken beide gerade massiv ein.

Einige User haben die Saison schon abgeschrieben und gemeint, man müsse schon mal ohne Champions League Einnahmen planen. Nach dem 8. Spieltag mit zwei Punkten Rückstand auf Platz 3. Das ist einfach nur noch hohl. 3/4 der Saison ist noch zu spielen. Sich mal zusammen reißen und nicht die Nerven verlieren muss jetzt die Prämisse sein.


Auch wenn wir Samstag - bei gleicher Spielweise - gewonnen hätten (also mit viel Glück), hätte keiner, der den Fußball länger als 3 Jahre verfolgt, himmelhoch gejauchzt.
Der BVB ist seit Jahren (!) in einem langsamen, aber leider sicheren Abwärtstrend, einzelne Ausreißer wie das CL Finale oder der Pokalsieg ändern daran nichts.
Das Gesamtbild ist eindeutig. Ohne glücklichen Transfer eines Supertalents wie Haaland, Bellingham und Co, das spätestens nach zwei Jahren wieder weiter zieht, haben wir lediglich einen mittelmäßigen Kader für einen enorm hohen Finanzaufwand. Es gelingt nicht, eine klare spielerische Struktur zu entwickeln, die Stabilität und Effektivität bietet. Ich sehe da von der sportlichen Leitung des Vereins keinerlei Plan oder Konzept. Dass wir dann auch noch zwei junge und unerfahrene Trainer diesem Umfeld aussetz(t)en, machte es nicht besser. Im Prinzip waren/sind Terzic und Sahin die ärmsten Säue. Die kuriose Rolle, die z.B. Sammer beim BVB spielt, samt seiner kryptischen Elogen, sind für mich recht sinnbildlich für das, was beim BVB im argen liegt.

Mir ist das zu negativ und gleichzeitig viel zu vage. Begriffe wie „Spielerische Struktur“, „Stabilität“, „Effektivität“, „Konzept“ reihen sich 1:1 in die oben genannten Schlagbegriffe „Basics“, „Philosophie“ und „Spielidee“ ein. Fehlen eigentlich nur Phrasen wie: „Wir müssen die PS auf die Straße bringen“ und „das Runde muss ins Eckige“. Außerdem sind „Mentalität“, „Durchhaltevermögen“ sowie „Wille“ auch super wichtig. Das will dann ja keiner hören, aber hinter all dem verbirgt sich häufig die unrealistische Erwartungshaltung, dass wir eigentlich wie Real Madrid alles wegfiedeln müssen, ohne es direkt sagen zu müssen.

Transfers wie Haaland und Bellingham bezeichnest du als glücklich. War das keine hervorragende Leistung sondern reines Glück? Und als Mittelmaß würde ich einen Kader bestückt aus Nationalspielern auch nicht betrachten, zumal wir regelmäßig besser als im Mittelmaß der Liga abschneiden (das wäre Platz 9-10).

Ich verstehe viele Beiträge hier immer weniger und habe den Eindruck, dass sich viele User für besonders geschmacks- und treffsichere Fußballexperten halten, mit mehr Expertise als Sammer, Ricken und Kehl zusammen. Schon wenn die drei eingeblendet werden, schütteln sie ob ihrer Unfähigkeit nur so den Kopf. Führt der BVB dann 2:0 gegen Madrid, wechselt Franz Kuttenheinrich direkt in den himmelhoch jauchzend Modus (der Thread ist ja noch online, man kann wunderbar erkennen) und schwebt auf Wolke 7. Dass so ein Spiel aber über 90 Minuten geht und man gerade gegen Real Madrid noch lange nicht gewonnen hat, daran denkt er in dem Moment nicht, umso bitterer ist die Enttäuschung. Auch nach der Führung in Augsburg hat noch niemand negativ geschrieben. Erst nach dem ersten und zweiten Gegentor hieß es, dass Nuri weg müsse. Bei einem Sieg hätte es hier geheißen, dass wir auf einem guten Weg seien und eine Spielidee klar erkennbar sei. Die 77% Ballbesitz wären hier als klare Dominanz deklariert worden und der Shitstorm wäre ausgeblieben. So wirklich gesund kann das alles nicht mehr sein.


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