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Hertha-Gesellschafter 777 Partners faktisch insolvent? (Fußball und Sport allgemein)

koom, Dienstag, 21.05.2024, 12:33 (vor 624 Tagen) @ Ulrich

Pal Dardai ist für mich kein "Über-Trainer", aber er leistet solide Arbeit. Eigentlich wäre er der richtige, um Hertha zu stabilisieren und dann den Wiederaufstieg anzugehen. Statt dessen dürfte es zunächst aber wieder eine der "Wundertüten" werden, die man in Berlin so gerne verpflichtet.


Ist halt schwierig. Hertha wie Hamburg können sich - aus ihrer Sicht - kaum leisten. Deswegen wird meist stark investiert und ein angriffslustiger Trainer geholt, weil man halt auch angreifen muss. Aufsteigen tun dann aber schmale, kleine Teams ohne großen Ballast oder Druck.

Viel weniger leisten kann man es sich, wenn es eine der "Wundertüten" erneut versaut und im schlimmsten Fall den Club direkt in die Dritte Bundesliga führt. Hertha will anscheinend mit dem Kopf durch die Wand. Nur vergisst man, dass die Wand meist solider als der Kopf ist.

Ich gehe da voll mit. Ich denke, dass ein Erstliga-Absteiger bzw. ein Klub, der sich da dringend sieht (also auch der HSV) nur 2 Optionen hat: Investieren und agressiv angreifen. Oder konsolidieren, mit Zweitliga planen und langfristig aufbauen. Letzteres finde ich eigentlich besser und nachhaltiger - aber du bist darauf angewiesen, dass diese gute Arbeit geleistet wird. Beim Scouting, vom Trainer, vom Unterbau, von den ganzen, die deinen Klub medial begleiten.

In diese Saison ist man mit einer völlig unausgewogen zusammengestellten Mannschaft gegangen, so etwas ist typisch für Absteiger. Aber gerade bei Hertha gibt es eine sehr gute Jugendarbeit. Nachhaltig auch auf die eigenen Talente zu setzen, statt nur wahllos auf dem Transfermarkt zuzuschlagen wäre der mittel- und langfristig erfolgversprechendere Weg.

Das ist dann genau dieses Problem. Du brauchst eine sportliche Führung (Vorstand, Manager, Trainer), die das entsprechend beurteilen und einen schlagkräftigen Mix aus den vielversprechendsten Talenten, von stabilen Spielern und vorhanden Kaderspielern zu machen, der dann stark genug ist, oben mitzuspielen, ohne dabei finanziell ins Ungleichgewicht zu geraten. Ich denke, dass das relativ schwierig ist. Bei Hertha kommt auch dauernd das Investorengezündel dazu, was das natürlich schwierig macht.

Mal anders: Wenn ich Investor wäre, würde ich vorher klarmachen, dass ich mir Ralf Rangnick dazuhole. Für mich der Trainer, der strukturell vielleicht am meisten drauf hat. Hoffenheim hochgebracht, Leipzig hochgebracht. Beide so stabil aufgebaut, dass sie auch ohne ihn funktionieren.


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