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Hat was mit Physik zu tun (Fußball und Sport allgemein)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Mittwoch, 10.04.2024, 13:15 (vor 662 Tagen) @ Sascha

Deine Argumente ergibt irgendwie nur Sinn, wenn man "englisch" pfeifen kann und dieser Pfiff anders klingt als ein portugiesischer.

Schon Uwe Seeler trieb das Phänomen um, dass der Ball in München anders rolle als in Hamburg, obwohl er doch überall rund sei.

Nun hat Uwe im Laufe seiner langen Fußballerkarriere den Wandel in der Herstellung von Fußbällen erlebt und vor allem auch die Auswirkungen im Spiel gespürt. Vielleicht hätte sich sein Hinterkopfball im Viertelfinale der WM 1970 in Mexiko gegen England gar nicht hinter Peter Bonetti ins Tor der Engländer gesenkt, wenn es nicht der ‚Telstar‘ gewesen wäre, der ihm auf das schon reichlich lichte Haupt gefallen ist. Laut FIFA ein kugelförmiges Gebilde, mathematisch gesehen ein abgestumpftes Ikosaeder. Ein archimedischer Körper also.

Das wusste Uwe möglicherweise nicht. Er ging wahrscheinlich davon aus, dass dieser Ball rund wurde, wenn man ihn aufpumpte. Dem Augenschein nach war dies jedenfalls so. Mathematisch gesehen allerdings nicht. Dahinter steckte ein bis heute gelöstes mathematisches Problem, dass selbst Nobelpreisträger überforderte. Und auch wenn Uwe auf dem Platz viele Probleme gelöst hat, dieses Thema gehörte nun einmal nicht zu seinem Metier.

Apropos WM in Mexiko 1970und Fußball als Spielgerät. Was vielen Fußballern aus nicht allzu hoch gelegenen Ländern in der Tat Probleme bereitete, war die Tatsache, dass der Ball in der Höhenlage Mexikos ein anderes Flugverhalten zeigte als im Flachland. Die Luftdruckverhältnisse sind nun einmal unterschiedlich, was sich auch auf die Form des Balles auswirkt. Je nach Luftdruck ist ein Fußball eben mehr oder weniger rund.

Daran hat auch der Einsatz neuester Technologien bei der Herstellung von Fußbällen nichts geändert, auch wenn heutige Fußbälle nicht mehr viel gemein haben mit denen von früher. 1954, 1974, 1990, 2014 - vier unterschiedliche Weltmeisterschaften, vier unterschiedliche Spielgeräte. Gemeinsamkeit: Mit jedem wurde Deutschland Weltmeister…

Tja, und was dem Ball recht ist, dürfte der Pfeife billig sein.

Niemand wird ernsthaft die Luftunterschiede zwischen England und Portugal in Zweifel ziehen. Diese Unterschiede wirken sich auch auf den Schall aus. Insofern liegt es auf der Hand, dass ein Pfiff sich in Lissabon anders anhört in London.

Was jetzt aber nicht zu einer Ausführung über die Auswirkungen der Körperform eines modernen Fußballes und des Luftdrucks auf die Ahndung eines Handspiels im Fußball führen soll…

;-)


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