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Man wird sehen (BVB)

Ulrich, Sonntag, 31.12.2023, 14:28 (vor 781 Tagen) @ uwelito

Es steht auch drin, dass Nuri kreativen Spielern wie Götze und Kagawa „assistiert“ hätte. Genau so wie Bender. Vielleicht ist das nicht beabsichtigt, aber das kann man zumindest auch so lesen, als ob hier zwei Wasserträger in ähnlicher Weise hauptsächlich Löcher gestopft hätten. Galt dies für Bender fast uneingeschränkt, ist das mit Blick auf Sahin natürlich absoluter Blödsinn. Der war nämlich einer der Kreativsten überhaupt unter Klopp, drückte sowohl im Spielaufbau konstant,
als auch als Denker und Lenker häufig weiter vorne, dem Spiel seinen Stempel auf. Sahin dürfte vom Spielverständnis her einer der intelligentesten Spieler gewesen sein, die je beim BVB gespielt haben. Selbst seine defensive Zweikampfführung war deshalb erstaunlich erfolgreich, obwohl er körperlich nicht stark und zudem extrem langsam war. Denn auch in den Zweikämpfen verhielt er sich äußerst clever, mit gutem Timing, Auge und Positionierung, ein Spieler zudem, mit extremer Bereitschaft und Willen (was ich auch oder gar in erster Linie auf den Einfluss von Kloppo zurückführe).

Diese Einordnung von Sahin ist auch mir in dem Artikel negativ aufgefallen. Ich weiß nicht, ob das Unkenntnis war oder ob man die Wahrheit dem Gag "Wasserträger für Terzic" untergeordnet hat.


Doch all dies galt nur bis Ende der Saison 2010/2011. Denn am Ende dieser Meistersaison, in der er gefühlt mehr Interviews gegeben hat, als der Rest der Mannschaft zusammen, war er weg. Er verließ als einer der Köpfe eine Mannschaft, die national und international bewundert wurde. Er verließ auch Klopp. Legende? „Lieber ein Vertrag bei den Königlichen, anstatt der König von Dortmund zu bleiben“ oder so ähnlich hieß es damals am letzten Spieltag auf einem Plakat in Block 13. War und ist der Sunnyboy aus Lüdenscheid am Ende nicht mehr als ein Dampfplauderer? Ich bin mir da nicht sicher. Seine letzte Phase bei uns war dann teilweise traurig anzusehen. Nur noch ein Schatten seiner selbst, sogar noch mal um einiges langsamer geworden, im Grunde ein Standfußballer,
dem bis auf den einen oder anderen punktgenauen Pass nicht mehr viel geblieben war, von seiner einst genialen Art Fussball zu spielen. Wobei seine Selbstwahrnehmung eine vollkommen andere war, geprägt von einer merkwürdigen Selbstüberschätzung und dem weiterhin vorhandenen Anspruch ein Führungsspieler zu sein, obwohl seine Leistungen auf dem Platz dies nicht rechtfertigten. Hoffen wir mal, dass bei der zweiten Rückholaktion mehr herauskommt, als bei der ersten. Für Nuri und für den BVB. Vielleicht wird er dann auch für mich doch noch zu einer „Legende“.

Auch das gehört zur Geschichte von Nuri Sahin. Sein Abgang hat den BVB geschwächt und auch für ihn nichts gute gebracht.

Sein Hauptmanko auf dem Platz war von Anfang an seine fehlende Geschwindigkeit. Und das konnte er im Verlauf seiner Karriere immer schlechter durch seine sonstigen Fähigkeiten kompensieren.


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