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Es ist kein Bundestrainer-Problem. Es ist ein Vereinstrainer-Problem. (Spieltage)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Sonntag, 10.09.2023, 12:44 (vor 857 Tagen) @ Habakuk

Es ist kein Bundestrainer-Problem. Es ist eher ein Vereinstrainer-Problem.


Ich weiß nicht. 7 von 16 gestern eingesetzten Spielern der Japaner spielen in der Bundesliga (bzw. spielten bis zu Saisonbeginn dort), in der deutschen Mannschaft waren es 9 von 16. Rein vom "Spielermaterial" ist Japan insgesamt doch wohl eher schlechter ausgestattet als der DFB.

Auch ohne besondere Kenntnisse der taktischen Finessen des modernen Fußballs, musste einen die Aufstellung - und später noch mehr die Ausführung des Ganzen - schon sehr verwundern. "Keine Experimente", hatte Flick angekündigt. Priorität hätte dabei eine Stabilisierung der Abwehr haben müssen, doch genau das Gegenteil war der Fall. Zunächst erschien es ja eine gute Idee, dass Kimmich rechter Verteidiger spielen sollte. Ihn dann aber bei Ballbesitz irgendwo im Mittelfeld herumturnen zu lassen, war einer der Gründe für die völlig desolate Defensivleistung. Den bedauernswerten Nico Schlotterbeck dann auch noch linken Verteidiger spielen zu lassen, war eine sportliche Demontage mit Ansage, insbesondere da seine Bling-Bling-Majestät Serge der Unsichtbare wegen dringlichen Blumenpflückens in der gegnerischen Hälfte leider dauerhaft nicht abkömmlich war. Während die beiden Innenverteidiger damit beschäftigt waren, die verwaiste rechte Abwehrseite zu beaufsichtigen, durfte sich Schlotterbeck links im "1 gegen 2" oder "1 gegen 3" beweisen.

Leider habe ich auch nicht herausgefunden, welche offensiven Zauberkunsttstücke sich Hansi Houdini für den gestrigen Abend ausgedacht hatte, mit Ausnahme des permanenten Verschwindenlassens des Spielgerätes. Da muss er die jüngsten Empfehlungen von Aki Watzke dann doch zu wörtlich genommen haben, künfig ganz ohne Ball spielen zu wollen.

Ich stimme dir ja in allen Punkten zu, was die Defizite in der Bundesliga anbelangt. Aber Flick trägt für mich die Hauptverantwortung für den desolaten Zustand der Nationalmannschaft.

Eine Grundlage der Hochphase des deutschen Club- und Auswahlfußballs vor einem Jahrzehnt war in meinen Augen die Disziplin, nicht nur in taktischer Hinsicht. Die Teams von Kloppo, Heynckes/Guardiola und letztlich auch Löw funktionierten (nicht nur, aber zu einem wesentlichen Teil) deshalb auf so hohem Niveau so erfolgreich, weil sie über Struktur und Organisation verfügten und diese auch diszipliniert einhielten, was Rahmen und Raum für die kreativen Momente bildete.

Diese Disziplin habe ich bei der WM und gestern bei der japanischen Elf gesehen, bei der DFB-Auswahl nicht.


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