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Nmecha: "Ein paar Sachen aus dem Kontext genommen" (BVB)

arnaud, Ort, Dienstag, 04.07.2023, 12:44 (vor 1134 Tagen) @ nico36de

Abgesehen davon, dass die ständige Relativierung der Diskursraumverengung mit der stets bemühten Parole "Meinungsfreiheit != Widerspruchsfreiheit" ein unlauterer rhetorischer Kniff ist, ging es in meinem Beitrag nicht einmal darum.

Es geht darum, dass eine Mob-Dynamik entsteht, in der völliger Mist, wie "Walsh = theokratischer Faschist, weil er das selbst sagt" sich verselbstständigt und eine immer unverhältnismäßiger werdende Empörung befeuert. Eine Empörung, die dann zunehmend auf Falschbehauptungen und eben nicht auf "objektiven Fakten" basiert. In erster Linie geht es also um die Aufrichtigkeit des Widerspruchs.

Natürlich ist Widerspruch als Mittel prinzipiell elementar. Natürlich ist es gut, dass es in Bezug auf bestimmte untragbare Meinungen sozialen Druck als Regulativ gibt. Aber wie alles im Leben, ist es eine Frage der Dosierung. Sozialer Druck ist erstmal nur ein Werkzeug. Einen Hammer kannst du auch produktiv oder destruktiv einsetzen. Leider beobachte ich eine Dynamik in den letzten Jahren, wo dieser soziale Druck eben nicht mehr als gesundes Regulativ eingesetzt wird, sondern immer häufiger als Gatekeeper für einen Korridor für von einer Gruppe von Menschen als zulässig empfundene Meinungen missbraucht wird. Die Beobachtung mache ich ja nicht alleine, sondern immer mehr Menschen. Nun kann man all diese Menschen für verrückt oder total fehlgeleitet erklären, damit macht man es sich aber sehr einfach, denke ich.


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