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VAR - einfach nur schlimm; in der Summe sind Fehlentscheidungen mit VAR deutlich seltener! (Spieltage)

Fugazi1982, Ort, Montag, 20.02.2023, 22:33 (vor 1057 Tagen) @ Matze09

Nein, sie waren gestern oder insgesamt nicht generell "Schuld" , aber du musst einem doch recht geben, dass dieses System noch sehr stark stockt bzw. keine Verbesserung in Sicht ist.

Wie gesagt, nach über 5 Jahren ist nichts besser geworden und irgendwann sollte auch mal Verbesserung gesehen bzw. gehandelt werden. Dass das Kernelement des Fußballs (der Torjubel) ebenfalls auf der Strecke bleibt, kommt noch dazu.

In der Summe sind Fehlentscheidungen mit VAR deutlich seltener.

Eine Studie im Auftrag der UEFA von Prof. Werner Helsen untersuchte Spiele in sieben Ländern und kam zu dem Schluss, dass der Video-Assistent in ca. 1200 von insgesamt ca. 3500 beobachteten Spielen angewandt wurde und dabei größtenteils die Fehlentscheidungen des Schiedsrichters richtig korrigierte. Auch der DFB zog nach der Saison 2018/19 eine positive Bilanz und resümierte, dass 82 Fehlentscheidungen korrigiert worden sind. In der Saison 2017/18 waren Schiedsrichterchef Lutz Michael Fröhlich zufolge etwa 80 % der Fehlentscheidungen durch den Video-Assistenten verhindert worden. Im März 2021 erneuerte Fröhlich seine Unterstützung für den Video-Assistenten und meinte, dass "98% der klaren Fehlentscheidungen verhindert" worden seien.

Dies deckt sich mit Auswertungen der englischen Premier League, die auf ihrer eigenen Homepage schreibt, dass der Anteil an korrekten Entscheidungen bei Schlüsselszenen im Spiel vor der Einführung des technischen Hilfsmittels bei 82 % lag und dass diese Quote mit Einführung des Video-Assistenten in der Saison 2019/20 auf 94 % angestiegen war. Eine Untersuchung der Informationsplattform Wettbasis von Mai 2020 zeigte, dass der Video-Assistent in der laufenden Saison 90 % aller Fälle, in denen er zu Rate gezogen wurde, die Entscheidung des Schiedsrichters korrigierte. Am häufigsten wurden falsch gegebene Tore revidiert. Dass die Anzahl der Fehlentscheidungen durch den Video-Assistenten abnimmt, hatte sich bereits während einer zweijährigen Testphase gezeigt, die das International Football Association Board (IFAB) vor der Einführung durchgeführt hatte.

Quellen:
https://www.rundschau-online.de/sport/studie-zum-videobeweis-doch-besser-als-sein-ruf-behauptet-294716?cb=1676927520629

https://www.eurosport.de/fussball/frohlich-videobeweis-hat-80-prozent-der-fehlentscheidungen-verhindert_sto6790369/story.shtml

https://www.t-online.de/sport/fussball/id_89588002/nach-zunehmender-kritik-schiedsrichterchef-froehlich-videobeweis-hilft-enorm-.html

https://www.premierleague.com/news/1293321

https://www.bbc.com/sport/football/42781236


Das heißt nicht, dass die anderen Argumente (z.B. Unterbrechung, Torjubel-Skepsis) nicht zählen. Aber in der Summe sind Fehlentscheidungen - vorausgesetzt die Studien haben keine Mängel - deutlich seltener.

Meiner Meinung nach Bedarf es Verbesserung bei dem Operator (also der, der die Regie/Kameraperspektiven macht/raussucht im Kölner Keller); ich fänd's sinnvoll, wenn das nicht alles Schiris wären im Kölner Keller (sondern z.B. Techniker). Ich finde die Diskussion ist hier ganz gut aufgearbeitet: https://youtu.be/V20j2huOorw?list=PLsksxTH4pR3L2JpVH0_5fXDaTyPnSysSJ&t=363


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