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sehr interessanter Aspekt zum "Konsum-Verhalten" (BVB)

Ricola1, Ort, Donnerstag, 12.01.2023, 11:59 (vor 1318 Tagen) @ RE_LordVader

Es ist ja auch grundsätzlich erstmal nichts Falsches daran.

Es ist im Bezug auf den Fußball halt nur nicht das was ich(!) will… und mir verleiden die „Begleiterscheinungen“ halt seit vielen Jahren den Spaß daran. (auch dass kann natürlich (!) jeder Niere empfinden). Ganz komme ich doch vom BVB nicht los, so dass ich (hauptsächlich hier) das Geschehen etwas verfolge…

Und wie bei vielem ist es halt so, dass es mir persönlich nicht zusagt, ich mich also ausklinke. Wer daran Spaß hat: gut für ihn. Ab und zu merke ich halt wehmütig an, dass ich persönlich es gerne anders hätte… und weiß dabei natürlich dass die Welt sich nicht um meine Interessen und Vorlieben dreht.
Bezüglich des Fußballs dann wieder: Mir ist sehr klar, dass die Zeit sich nicht zurückdrehen lässt, und dass der Europäische Markt da so ohne weiteres auch keine den sportlichen Wettbewerb fördernden Strukturen zulässt. Was dass angeht sind die noch profitorientierterem US Amerikaner tatsächlich weiter. Und auch das ist sicherlicherlich nicht der Weisheit letzter Schluss… den hätte ich auch nicht, daher ist es gut, dass ich letztlich nur (Ex-) Konsument bin ;-)

Das sind ja persönliche Befindlichkeiten hier, daher merke ich meine auch mal an.
Für mich hat sich, wenn ich es bei Lichte betrachte, das Beklagen verschlimmert.
Ich denke eher, früher war fast alles schlechter.
- Stadien boten wirklich Null Komfort, Bratwurst gab es oft nur im Regen.
- Parkplätze waren bei richtigem Wetter wahre Schlammwüsten.
- Spielfeld war in vielen Stadien kilometerweiter weg als heute.
- Spielauswahl reduzierte sich im Wesentlichen auf den Samstag, mal ein Abendspiel. Heute gibt es auf Wunsch englischen oder spanischen Fussball rund um die Uhr, jeder kann buchen, wenn er oder sie das will. Wer nicht will, macht es wie früher zwangsweise - gibt halt keine Bilder.
- Niemand ist mehr auf die seltsamen Bewertungen und Reportagen eines Fussball-Fachmagazins angewiesen, alle Interessen und Nicht-Interessen werden im Internet bedient.
- Nicht zynisch gemeint: Man hat - wenn man Trikot-Käufer ist, der ich nicht bin - die Auswahl zwischen 4 super-aktuellen Trikots, 4 aus dem letzten Jahr, vier aus dem vorletzten Jahr, wo gewünscht auch kostengünstig gebraucht. Also: Alle Farben, alle Muster, jeder wie er will.
- Und wer - wirklich kein Angriff - in geschlossenen US-Systemen so etwas wie sportlichen Wettbewerb sieht, kann sich das auch noch gerne dazu buchen.

Früher war jedenfalls weniger Lametta als heute.

Ja, die Spieler verdienen sehr viel mehr Geld als früher und sind kleine Einmann-AGs geworden. Aber selbst das stellt - für mich bei Lichte betrachtet - kein unüberwindbares Problem dar, sondern erweitert die Möglichkeit des Interesses oder der Identifikation.
Wer möchte - junge Fans oft - folgt den einzelnen "Stars" über verschiedene Vereine hinweg.
Wer möchte, bleibt den Konstrukten treu (Bayern AG, RBL, BVB GmbH & Co. KG mit ca. 5 % Aktienbesitz beim e.V.).
Wer möchte, kann sich sogar das Herz erwärmen lassen, wenn der Geschäftsführer der eigenen GmbH & Co. KG, die ihr Geschäftsmodell auf die Optimierung der Ablöseerlöse ausgerichtet hat, etwas von "Dankbarkeit" impliziert.

Das ist nicht zynisch gemeint: Die Branche funktioniert, sie bietet x verschiedene Identifikationsmöglichkeiten.


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