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Aufgrund des massiven verbrennens von… (BVB)

markus, Freitag, 02.12.2022, 15:03 (vor 1362 Tagen) @ Gargamel09

Es ist doch besser, einen Spieler für 5 Mio zu holen, der dann auch wie ein Spieler spielt, der 5 Mio gekostet hat, als einen für 30 Mio zu holen, der dann wie einer spielt, der 5 Mio gekostet hat.


Dann fehlen aber auch die Glücksgriffe, die hin und wieder dabei sind (Dembele, Sancho, Haaland, Bellingham).

Außerdem: Wer garantiert dir, dass 5 Mio Euro Spieler stets entsprechend performen? Die können genauso in ein Leistungstief abrutschen wie teurerer Spieler. Ob ein Spieler seine eigenen Möglichkeiten zu 100% ausschöpft, ist letztendlich unabhängig von der Ablösesumme. Am Ende ist es sogar schlimmer, wenn ein mittelmäßiger Spieler 20% Leistungsabfall hat und man dümpelt im Mittelfeld der Liga umher, als ein Topspieler mit dem man dann immerhin noch die Euro League erreichen kann.


Sancho würde ich da nicht mit reinnehmen, der war ja richtig "günstig" (8 Mio), soweit ich das noch präsent habe, hat man sogar mehr gezahlt/überhaupt etwas gezahlt, um einem möglichen Rechtsstreit aus dem Weg zu gehen.

Das mit Sancho war allerdings auch 2017. Rechne die Fußballinflation drauf und du bist bei den besagten 30 Mio, die du für solche Toptalente bezahlen musst, wenn nicht gerade zufällig der Vertrag ausläuft.

Man erwartet ja eine entsprechende Leistung, erst recht bei erfahrenen Spielern, wenn man dann so viel auf den Tisch legt. Bis auf Hummels war doch zuletzt keiner dieser Transfers sein Geld annähernd wert. Hummels ist also die Ausnahme. Wenn die von ihrer Topleistung 20'% weniger abrufen würden, wären die immer noch gut genug für uns, aber das waren bis auf Hummels dann gefühlt 50% weniger Leistung, wo man sich fragt, wie deren Topleistung überhaupt ausschauen könnte.

Auch die 5. Mio Euro Spieler können 50% Leistungsabfall haben. Du machst zu sehr den Fehler, das abrufen der individuellen Leistungsfähigkeit an die Ablösesumme zu koppeln. Ich würde sogar behaupten, dass ein Leistungsabfall bei günstigeren Spielern statistisch häufiger vorkommt, als bei eigentlich gestandenen Spielern.

Bei den Jugendspielern, also U20, die man für viel Geld geholt hat, war es bis dato die Regel, dass die sehr gut oder sogar außergewöhnlich gut funktioniert haben. Die beiden letzten, auch wenn Malen nicht mehr U20, könnte man sich da, auch weil man die bisher auf Positionen einsetzt, wo die eher nicht zuhause sind, etwas verzockt haben. Bei Adeyemi gilt es noch abzuwarten.

Das ist eine Vergangenheitsbetrachtung und keine Garantie dafür, dass es exakt so weiterlaufen würde. Malen und Adeyemi wurden hier zudem bereits in Grund und Boden verdammt und eigentlich auch schon abgeschrieben.


Was dieses Marktsegment angeht, glaube ich nicht, dass wir da noch lange präsent sein können, weil nun mehr potentere Klubs mit fischen und wir ehrlich gesagt auch nicht mehr der heiße Scheiß sind.
Dann werden wir uns um Talente wie Muani, die ablösefrei sind, nicht die gehypten Top-Superduper-Talente, sondern die etwas unter dem Radar schwimmen, zukünftig eher bemühen, oder die schon vorher bei uns in der Jugend parken.

Es fehlt die Kohle für teure Transfers. Das ist eigentlich der einzige Grund, warum man im kleineren Haifischbecken sucht. Und nicht, weil günstigere Spieler besser performen würden als teurere.


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