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Bin da voll bei Ihnen, Sir. (BVB)

uwelito, Wambel forever, Mittwoch, 16.11.2022, 00:45 (vor 1382 Tagen) @ Will Kane

Zusammenfassung, da WAZ Artikel hinter BS.

https://www.fussballtransfers.com/a7561724508029470187-bericht-kehl-droht-machtverlust-beim-bvb

...Fragen nach der Kaderzusammenstellung sind erlaubt.

Für diese zeigt sich in erster Linie Sportdirektor Sebastian Kehl verantwortlich. Dessen Bilanz fällt nach den ersten Monaten als Frontmann durchwachsen aus. Deshalb kursieren Gedankenspiele im Verein, dem Nachfolger von Michael Zorc einen weiteren Verantwortlichen für den sportlichen Bereich an die Seite zu stellen. Das berichtet die ‚WAZ‘.

Kehl, so stellt die Regionalzeitung fest, habe die BVB-Transfers größtenteils in Eigenregie eingefädelt.

Gut möglich also, dass die Führungsriege der Schwarz-Gelben bald Verstärkung erhält.


Sollte dies stimmen, dann wiederhole ich mich gerne:

Die beste Phase in diesem Jahrtausend hatte unser Club in der Ära Klopp. Das lag selbstverständlich an ihm als herausragendem Trainer, aber auch an einigen anderen Dingen. U.a. daran, dass es nur drei Hauptverantwortliche gab und es zwischen diesen eine klare Aufgabenverteilung gab. Geschäftsführer, Sportdirektor, Trainer.

Zu verdanken war dies Kloppo, der sich diese Aufgabenverteilung ausbedungen hatte, sonst hätte er nicht unterschrieben. Kloppo war geprägt von der Struktur in Mainz, wo es diese Aufgabenverteilung genau so gab.
Hat funktioniert, bestens sogar.

Es ist ein Irrtum anzunehmen, dass mit dem Wachstum eines Clubs auch die Anzahl der Mitredenden wachsen müsste. Würde Kehl nun ‚jemand zur Seite gestellt‘, dann wäre das eine Untergrabung seiner Autorität. Und wäre dieser jemand Mislintat, der ja begierig auf eine Position als Sportdirektor war und der beim keineswegs überzeugenden VfB nicht mehr gewünscht zu sein scheint, hätte man nach der Installierung der Grauen Eminenz Sammer gleich die nächste Problematik eingekauft.

Kein renommierter Trainer wird sich eine solche Konstellation antun. Da bleibt gar nicht anderes übrig, als auf Gedeih und Verderb auf Terzić zu setzen.

Bei den durch Kehl getätigten Neuverpflichtungen handelt es sich um Nationalspieler. Süle, Schlotterbeck und Adeyemi sind für die anstehende WM nominiert worden. Özcan und Haller sind ebenfalls Nationalspieler. Haller muss man aus bekannten Gründen ausklammern, aber (sollte dies tatsächlich so sein) führt wirklich jemand die in toto bislang eher unbefriedigende Performance des BVB auf diese neuen Spieler zurück? Da stellt sich doch eher die Frage, warum es der Trainer bislang nicht geschafft hat, dass sein Team überzeugender auftritt (wobei es da auch externe Faktoren gibt).

Ich hoffe, dass sich die Meldung als Ente herausstellt.

Ich sehe das zu 100% genau so wie Du. Die Transfer waren sehr gut. Das gilt für mich auch weiterhin für Adeyemi. Der Junge bringt eine Menge außergewöhnliche Dinge mit und kann ein Riesenspieler werden. Man sieht immer wieder wie mutig er ist, er hat keine Angst vor Zweikämpfen gegen viel größere Gegenspieler, kann auch gegen den Ball aggressiv sein, was z.B. ganz wichtig werden kann, wenn man es irgendwann mal schaffen sollte, als wirkliche Einheit ein Pressing aufzuziehen. Der Modeste Transfer war natürlich aus jetziger Sicht nicht der Renner. Aber welche realistischen Alternativen waren besser oder vielversprechender?

Ich sehe die Probleme auch auf dem Platz. Beispiel: Für mich ist Bellingham in gewisser Weise Segen und Fluch zugleich. Seine teilweise unkontrollierte und spontane Spielweise führt im Angriff natürlich wegen des Überraschungsmoments oft zu Torchancen. Andererseits ist sein Spiel bei Umschaltsituationen des Gegners häufig der Schwachpunkt, weil er nicht auf Absicherung bedacht ist. Er fehlt für die Defensivarbeit oft dort, wo er dringend gebraucht würde. Das lässt gleichzeitig den eigentlich einzigen wirklichen Sechser ziemlich allein auf weiter Flur zurück. Ist dies Can kommt dann dazu, dass der oft auch noch ein paar Meter zu weit vorne positioniert ist, weil auch hier wieder mal der Hafer sticht. Auch deshalb sieht man bei unseren Ballverlusten schon immer sehr, sehr früh, dass es hinten gleich ganz gefährlich wird. Die Preisfrage lautet, ist es der Trainer, der es nicht schafft, die notwendige strukturelle Ordnung nachvollziehbar vorzugeben (glaube ich nicht) oder ist es die Undiszipliniertheit der Spieler (glaube ich eher)?


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