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Neu auf schwatzgelb.de: Viel auf dem Platz, wenig auf den Rängen (BVB)

micha87, bei Berlin, Sonntag, 06.11.2022, 21:17 (vor 1389 Tagen) @ FourrierTrans

Da ist sie wieder, die Stimmungsdiskussion. :-)
Ich denke ja, dass das Feuer im Fußball auf den Rängen generell größtenteils erloschen ist, zumindest im Vergleich zu den "besseren Zeiten". Und es ist ja auch total nachvollziehbar, speziell in der BuLi. Die Liga ist gespickt mit reinen Retortenclubs, jeder kennt die Abschlusstabelle an der Spitze schon am Spieltag 1. Hinzu kommt, dass das System "Bundesliga" natürlich auch ein Stück weit in das Gesamtsystem bzw. Geschäftsmodell "Fußball" eingebettet ist. Und so kommt es, dass das Stadion dann am 05.11. in die "Winter"pause geht.
Wie soll in so einem Umfeld ernsthaft nachhaltig Leidenschaft aufkommen, unabhängig vom jeweils konkreten Spiel? Dass viele, auch hier, das Derby als überflüssig bewerten und doch lieber dem großen Spiel gegen die Bayern (das natürlich in Wahrheit nie groß ist, weil sie am Ende eh vorne stehen) entgegenfiebern, zeigt ja, wie kaputt die Fußballumwelt mittlerweile ist. Der heutige Profifußball ist einfach über.

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Die Idee einer Super League ist noch nicht komplett vom Tisch, auch wenn diesmal der Plan ist die Vereine weiter in den Ligen zu behalten. Man muss nur mal etwas weiter schauen, die Ligen in England, Spanien & Co. sind zu einem Wettbewerb verkommen in dem Teams mit den besten Assets auf & neben dem Platz den größten Erfolg haben. Gebunden ist das an Geld das nicht einmal sportlich erwirtschaftet werden muss, sondern einfach da ist.

Die Anzahl an pot. Meistern bzw. pot. CL-Siegern kann im Prinzip auf Real, Barca, City, Liverpool, Chelsea, PSG, Bayern, Juve, Atletico, Tottenham, United zusammengefasst werden. Diese Teams haben die besten Möglichkeiten um Erfolg zu haben in Metropolen wie Madrid, Barcelona, London, Paris.

Talente die woanders erfolgreich sind werden dorthin transferiert und verhindern das Teams in diesen Kreis mit hinzu kommen können. Die Spieler kommen vorzugsweise aus den kleinen Ligen, sprich Portugal, Deutschland, Frankreich, Niederlande, Brasilien, Argentinien. Für die Beteiligten bleibt einfach genügend Geld über, daher wird jenes System bislang nicht verändert und durch Verbände gestützt. Der Hebel sind die Konsumenten, die werden letztendlich entscheiden wie der Sport sich verändern wird.


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