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Neu auf schwatzgelb.de: Erneuter Rassismus-Vorfall: Leere Worte statt Taten beim BVB (BVB)

stfn84, Köln, Mittwoch, 12.10.2022, 19:13 (vor 1415 Tagen) @ MalteS

Ich bin bei Dir, dass das Statement vielleicht sogar besser im Vorfeld, spätestens aber heute früh, veröffentlicht worden wäre. Womöglich hätten sich die Schiedsrichter / UEFA dann aber pikiert, weil man ja etwas vereinbart hatte (an das man sich nun nicht gehalten hat).

Es wäre sicherlich auch möglich gewesen weitere Optionen in der Hinterhand zu haben. Trotzdem kann ich das Vorgehen des BVB verstehen.
Man hat sich mit der UEFA abgestimmt und durfte davon ausgehen, dass man sich an Vereinbarungen hält. Naiv, aber eben für mich kein Fehlverhalten.

Ich finde es dann schon ziemlich schade, dass hier der ein oder andere (im Forum) nun meint, dass der Kampf gegen Rassismus beim BVB lediglich Lippenbekenntnisse wären.

Da ist was dran. Zumal das nicht nur ein Problem des BVB/Profifußballs ist, dass Opfer von Diskriminierung auf einmal auch noch zu Buh-Männern werden. Trotzdem würde ich den BVB da in der Verantwortung sehen (natürlich auch die UEFA, aber naja ...), das aufzubrechen, sofern ein solches Szenario droht. Denn ansonsten bewegt man sich ja im Kreis, oder?

Nur weil die UEFA ein verkommener Haufen ist und Wandel bei Verbänden eher nicht zu erwarten ist, kann man die Hauptverantwortung aber mE nicht einfach so weiter reichen.
Der BVB hat in meinen Augen nun die Verantwortung das Thema zumindest mittelfristig einer Lösung zuzuführen. Dazu gehört es Öffentlichkeit zu schaffen, was der BVB ja nun bereits mehrfach getan hat. Die Kommunikation war nicht optimal, weil man nun etwas ankündigte was man nicht hielt. Aber das macht den BVB nicht zum Täter, sondern zu einem Akteur der sich womöglich nicht perfekt verhalten hat. Da das Verhalten aber zumindest mit dem Team abgestimmt war, sehe ich das nun nicht so maximal kritisch. Auch wenn Du in Deinem Artikel zurecht darauf hinweist, dass die Alternativen der Mannschaft eben auch spärlich sind.

Es bleibt für mich aber dabei, dass die Täter ausschließlich beim FC Sevilla zu suchen sind und das Verhalten der (von der) UEFA eingeteilten Schiedsrichter sanktioniert werden muss! Wenn Borussia hier aktiv bleibt wird dadurch mehr erreicht werden als wäre man gestern vom Platz gegangen.
Man sollte nicht vergessen, dass solche Situationen dann auch gerne im Nachgang verklärt werden und alles als nicht so schlimm oder als nicht existent dargestellt werden kann. Dann wäre der Schaden für Kamara noch größer!


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