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Findest du nicht, dass die Defensive problematisch ist? (Spieltage)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Sonntag, 28.08.2022, 22:08 (vor 1223 Tagen) @ DomJay

Da du ja viel dichter an Werder dran bist. Wie bewertest du die 10 Gegentore nach 4 Spielen?

Gegen uns war es zwar vom BVB dumm, aber wir haben 2 Tore geschossen, so wie Stuttgart und WOB. Die Eintracht heute sogar 4 im Werder Stadion.

Wenn die Offensive dann mal nicht wundersame 2-3 Tore macht, könnte das ganz schnell eine unschöne Richtung einschlagen oder?

Die Eintracht hat allerdings auch 3 kassiert. Und sie hat mit 13 Gegentreffern in diese Hinsicht nach vier Spieltagen die Führung inne. Schlacke mit 11 und Bochum mit ebenfalls 13 Gegentreffern offenbaren ebenso Probleme im Defensivbereich.

Wobei Werder mit 5 Punkten und einem ausgeglichenen Torverhältnis von 10:10 vergleichsweise noch gut dasteht. Und es drängt sich der Verdacht auf, dass der Geist Thomas Schaafs wieder bei Werder eingekehrt ist. So nach dem Motto ‚Lieber 5:4 als 1:0 gewinnen‘. ;-)

Aber ohne Flachs, in der Tat steht Werder hoch, was per se mehr Risiko bedeutet. In der 2. Bundesliga war man (zumindest in der Rückrunde) in den meisten Spielen der Favorit oder auf Augenhöhe mit dem Gegner. In der Bundesliga ist man als Aufsteiger mit einem Kader, der nicht unbedingt höherem Bundesligamaßstab entspricht (vorsichtig gesprochen) eher der Unterlegene. Da sich dennoch offensiv aufzustellen birgt dann eben auch die Gefahr der Gegentore, die man nicht mit eigenen Toren kompensieren kann.

Andererseits muss man sich die Frage stellen, ob man von der in Liga 2 erfolgreichen Linie abweichen und die Bundesliga defensiv gestaffelt angehen soll. Was nicht unbedingt zu einer besseren Punktausbeute führen muss. Verliert man die ersten vier Spiele jeweils mit 1:0, dann hat man zwar nur jeweils maximal einen Gegentreffer kassiert statt wie jetzt mindestens zwei pro Spiel, aber halt keinen eigenen Treffer erzielt und obendrein null Punkte.

Damit man mit diesem Spielansatz (relativ) erfolgreich sein kann, muss dann auch alles stimmen. Der Matchplan, die Form der einzelnen Spieler, die disziplinierte Umsetzung, die Einstellung. Der Gegner spielt natürlich auch eine Rolle und Glück gehört immer auch dazu. An der Einstellung liegt es jedenfalls bislang nicht, denn man hat bislang immer zurückgelegen und ist wiedergekommen. Heute hat es dann eben nicht gereicht, weil die anderen Faktoren nicht gestimmt haben.

Nicht außer acht lassen sollte man auch die individuelle Klasse und die Kaderzusammensetzung. Das defensive Mittelfeld ist ein nahezu schon chronisches Problem bei Werder. Groß ist halt ein Regionalligaspieler, der auf seine alten Fußballertage in einer Notsituation in die Bundesligaelf gerutscht ist. Manchmal macht er seine Sache äußerst zuverlässig, manchmal (so wie heute) ist er heillos überfordert. Für den jungen Gruev, die Alternative auf der Sechs, gilt das Gleiche.

Wenn dann die Dreierkette auch nicht funktioniert, weil der letzte Saison in der 2. Bundesliga überragende Friedl von der Rolle scheint und der sonst zuverlässige Veljković amateurhaftes Stellungsspiel zeigt, dann bekommt man halt die Hütte voll. Zumal man mit Pavlenka einen Keeper zwischen den Pfosten hat, der zwischen Topreaktionen und schwachen Leistungen schwankt. Gegen uns geht das 2:0 voll auf seine Kappe und das 1:0 verhindern in der Bundesliga so einige Keeper.

Dass Werder auf dem Transfermarkt noch einmal aktiv wird, ist eher nicht vorstellbar. Aber wer weiß. Ansonsten gilt für die Mannschaft, dass man als gesamtes Team funktionieren muss oder es geht in die Hose.


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