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BVB FCB Wechsel (BVB)

Sauerländer Nordlicht, Oldenburg, Montag, 13.06.2022, 16:51 (vor 1545 Tagen) @ koom

Früher wäre Haaland doch erstmal zum FC Bayern gewechselt und vielleicht von dort aus weiter in eine Spitzenliga, wenn überhaupt. Aber die wirklichen Top-Talente und Top-Stars messen dem Königreich Bayern immer weniger Bedeutung bei.


Jaein. Das wird aber viele Gründe haben, von denen die Bayern nicht für alle was können.

Geld
Die Bayern zahlen auch im internationalen Vergleich noch gut, aber offenbar haben sie zuletzt den Anschluss etwas verloren. Immer wieder poppt gerade als Kritik/Anmerkung bei Transferdeals auf, dass vergleichsweise zu wenig gezahlt wird (Alaba brachte das z.B. vor). Das liegt auch daran, dass von der Bundesliga/Fernsehgeld zu wenig Geld an die Bayern kommt (insbesondere im Vergleich zu England). Und wenn man in der CL dann nicht so stabil lange dabei ist, fehlen auch da die 10-20 Extra-Millionen, die man braucht.

Sportliche Attraktivität
Ganz brutal muss man sagen, dass die Bundesliga immer weniger attraktiv wird. International spielen die deutschen Klubs (außer Bayern) keine Rolle. Darüber sollte jetzt auch nicht das EL-Abschneiden von Frankfurt hinwegtäuschen, wenn in den Endrunden keiner der "großen" Vereine dabei war. Und eine Liga, die seit 10 Jahren keinen Meisterschaftskampf mehr kennt, ist auch nicht sonderlich gut und spannend zu bewerben.

Das sind sicherlich 2 größere Gründe. Daran hängt dann noch ein größerer Rattenschwanz. Finanziell und sportlich massiv viel besser ist der englische Fußball. Da kann es für einen Spieler attraktiver sein, bei Newcastle, Brighton oder Everton unterzukommen. Ich bin mir recht sicher, dass es sehr viel cooler ist, gegen Topvereine wie ManCity, Pool, Arsenal, Chelsea, Tottenham zu spielen, anstatt das "eine Highlight" im Jahr gegen die Bayern. Wer sich profilieren will, wird einen richtigen Wettbewerb suchen und den bietet die Premiere League.

Aber selbst Spanien zahlt besser und ist sportlich relevanter. Und Italien, sogar Frankreich, haben definitiv aufgeholt. Finanziell sowieso, aber auch sportlich ist das mindestens vergleichbar.


Warum das so ist, ist auch eine Gemengelage aus vielen Dingen. Deutsche Vereine haben sich seit einigen Jahren darauf spezialisiert, im Wesentlichen "Ausbildungsvereine" zu sein. Man gibt ausgesprochen bereitwillig Spieler her, meistens auch für vergleichsweise weniger Geld als man das im Ausland macht. Das ist wirtschaftlich sinnvoll, denn die Alternative sieht dann einen Werdegang ala HSV, Kaiserslautern, Schalke etc. vor, der dann mal mit nur ein klein wenig Pech in den Abgrund führt, aus dem man nicht mehr rauskommt.

Am Ende des Tages: Es ist zu viel Geld im Fußball.

Das wäre nicht unbedingt das Problem, wenn dieses Geld gleichmäßiger verteilt wäre


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