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Trainerwechsel vor der Saison und ihre Auswirkungen auf die Stabilität (Spieltage)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Samstag, 09.04.2022, 00:43 (vor 1363 Tagen) @ Sayael

Und niemand weiß wirklich, wie das passieren konnte.


Es kommt ja nicht von ungefähr, das Teams wie Köln, Freiburg, Hoffenheim oder Union an Europa ran kommen, auch wenn diese Teams wirklich gut arbeiten.
Oder Leipzig trotz dieser wirklich schlechten Phase unter Marsch jetzt wieder dermaßen fix Anschluss gefunden hat.

Wenig Konstanz bei der Konkurrenz, dazu einige Teams wie z. B. Gladbach komplett weggebrochen.
Mal sehen wie es nächste Saison aussieht, aber ich glaube kaum, das Gladbach oder Wolfsburg sich so schnell erholen werden.
Freiburg und Köln werden auch Leistungsträger abgeben müssen.

Ich sehe kaum ein Team, das wirklich groß ran rücken wird. Zumindest über mehr als eine Saison.

Die Trainerwechselzirkus vor dieser Saison hat sehr vieles beeinflusst, was auch nicht so ganz unvorhersehbar war.

Dass Teams wie Wolfsburg, Gladbach, Frankfurt, Leipzig und auch Bayern infolge der Trainerneubesetzungen und der damit verbundenen Umstellungen auch der Spielweise entsprechende Probleme bekommen würden, war durchaus zu erwarten. Einzig Leverkusen hat diesen Wechsel relativ gut hinbekommen und konnte davon profitieren.

Vor der Saison war ich dabei davon ausgegangen, dass der BVB am meisten von dieser Situation profitieren würde, da Rose ein Team übernehmen würde, dass hinsichtlich der Spielweise durch die Vorarbeit von Terzić nicht oder in deutlich geringerem Maße diese Umgewöhnungsprozesse würde durchlaufen müssen. Ich hatte daher sogar dem BVB die Meisterschaft zugetraut. Da war ich wohl dann doch ein wenig zu optimistisch, obwohl die Chance aus meiner Sicht sehr groß war. Wobei sie ja immer noch vorhanden ist und man weiß ja nie… ;-)

Jedenfalls waren die umstellungsbedingten Schwierigkeiten bei uns stärker vorhanden als von mir erwartet, weshalb wir die zu erwartenden Probleme der Bayern leider nicht nutzen konnten. Aber bei den anderen Clubs waren diese umstellungsbedingten Schwierigkeiten eben doch wesentlich größer, weshalb wir gegenüber diesen anderen Clubs eben doch die größere Stabilität aufweisen und immer wieder auch mit individueller Qualität punkten können.

Insbesondere Freiburg und Union profitieren in einer Saison der Umstellungsprobleme in der Liga von ihrer Eingespieltheit, die wiederum auf die Tatsache zurückzuführen ist, dass man seit längerer Zeit mit ein und demselben Trainer arbeitet. Auch Hoffenheim profitiert davon, an ihrem Trainer nach der ersten Saison mit z.T. stark schwankenden Leistungen festgehalten zu haben. Aufgrund der Rahmenbedingungen dürften diese Clubs aber am oberen Limit ihrer Möglichkeiten spielen. Ob dies auch dann auch zukünftig noch für (relative) Topplazierungen in der Tabelle reichen wird, ist eher fraglich.

Köln hingegen konnte durch den Trainerwechsel nur gewinnen, so schwach wie man vorher war. Wobei man halt auch von der Instabilität der Clubs mit Umstellungsproblemen profitierte bzw. profitiert. Mehr als um einen EL-Platz mitzuspielen (was allerdings schon bemerkenswert ist), wird beim EffZeh aber kaum möglich sein. In der neuen Saison wird man sich mit einer stabileren Konkurrenz auseinandersetzen müssen, was sich auch in der Tabelle widerspiegeln dürfte.

Die SGE hat sich im Saisonverlauf einigermaßen gefangen und dort scheint die Umstellung auf den neuen Trainer und seinen Fußball perspektivisch zu gelingen. Was auch daran liegt, dass Glasner bereit war, von seinen ‚Idealvorstellungen‘ abzurücken (Stichwort Vierer-/Dreierkette). Aber auch hier werden die Rahmenbedingungen zukünftig eher keinen dauerhaften CL-Anwärter aus der SGE machen.

Am besten ist nach dem Trainerwechsel in der laufenden Saison den Leipziger Dosen der turnaround gelungen. Tedesco hat Stabilität gebracht und Stabilität ist in einer Meisterschaftsrunde nun einmal einer der Hauptfaktoren für Erfolg. Leipzig wird wie in den letzten Jahren auch in der neuen Saison und darüber hinaus unser ernsthaftester Konkurrent um Rang 2 bleiben.

Ob es bei uns zu mehr langt als zu Rang 2 wird nicht nur von uns abhängen. Eine adäquate Kaderoptimierung sollte Rose zumindest das Erreichen einer ausgeprägteren Stabiltät erleichtern. Läuft es wie erhofft, dann wird er seine Vorstellungen von Fußball mit einem veränderten Team in einer Form implementieren können, die uns näher die Tabellenspitze führen kann. Diese Tabellenspitze werden wir aber nur übernehmen können, wenn die Bayern sich ihrerseits nicht wieder im ausreichenden Maße stabilisieren.


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