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Mannschafts- oder Hero-Sport (BVB)

holgernova, im schwarzgelben Ruhrpott, Sonntag, 04.04.2021, 02:47 (vor 2045 Tagen) @ Argyle

Es gibt vermehrt ein Ungleichgewicht in der Wahrnehmung der Spieler und ihrer Mannschaft. Das hat auch mit der Identifikation der Spieler mit ihrer Mannschaft bzw. ihres Clubs zu tun.

Gerade junge, talentierte Spieler werden mit Hilfe der entsprechenden Medien zu größeren „Marken“ aufgebaut, als es die jeweiligen Teams tun, weil eine Art Personenkult herrscht. Die Clubs sind nur noch eine Bühne für Einzeldarsteller, die aber auch einen entsprechenden Markt haben. Fehlt der mannschaftliche Erfolg, muss ein Wechsel her ...

Mein Sohn ist leidenschaftlicher Fifa-Zocker und, anders als ich, spielt er nicht mit dem BVB und den entsprechenden Spielern, sondern lieber mit seinem „Ultimate Team“, einer zusammengestellten Ansammlung aus Spielern von verschiedenen Vereinen. Genauso folgt und „liked“ er Spieler in den sozialen Medien, die mich nie interessiert hätten, weil sie nicht für meinen BVB spielen.

Unser Verein unterstützt in meinen Augen genau diese Entwicklung durch entsprechende Formate in den so wichtig gewordenen Medien.

Im Gegensatz dazu wird, zumindest nach außen, wenig dafür getan, dass sich Spieler mit der Besonderheit unseres Vereins identifizieren.

Ich vermisse das Gefühl, dass sie sich einen Namen in unserem Geschichtsbuch machen wollen.

Ansätze, befeuert von Edin, waren da und nach dem Derby hatte ich geglaubt, dass etwas entstehen kann, aber vielleicht ist Corona da jetzt wirklich der Störfaktor, der eben eine emotionale Bindung zum BVB, zumindest der aktuellen Spieler zu ihren Mitspielern als das BVB Team von 20/21 verhindert.


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