Willkommen im BVB-Forum

Nettospielzeit in der Bundesliga sind irgendwo bei 70 Minuten (BVB)

pactum Trotmundense, Syburg, Montag, 22.03.2021, 10:24 (vor 2057 Tagen) @ ram1966

Ich glaube 11Freunde hat dazu vor etlichen Ausgaben mal etwas geschrieben. Würde man wie beim Eishockey die Zeit stoppen, würden Spiele, die um 15:30 Uhr angepfiffen werden, dann gegen 18 Uhr beendet sein.

Zwei Herzen schlagen da in meiner Brust. Auf der einen Seite nervt mich Spielverzögerung seit Jahrzehnten. Als ich Schiri war, habe ich für Ball mitnehmen oder aufreizend langsames Auswechseln durchaus Gelb gezeigt, was bei den Schiri-Kollegen aber nicht gut ankam, weswegen ich damit ziemlich alleine stand.

Auf der anderen Seite sehe ich aber auch die Gesundheit der Spieler. Wenn man nicht gerade der Torwart ist, laufen Spieler heutzutage zwischen 9 und 13 km pro Spiel. Okay, Kreisliga vier bis fünf. Letztlich ist es für den jeweiligen Körper eine enorme Belastung, die er gar nicht 90 Minuten durchstehen kann. Zeitspiel ist daher auch immer eine Taktik zum Selbstschutz um mal durchzuschnaufen, Puls wieder abzusenken, Sauerstoffhaushalt ins Gleichgewicht bringen, Muskeln entspannen, etc.

Wenn wir also über "attraktiveres" Spiel reden, reden wir auch von höherer gesundheitlicher Belastung für die Beteiligten. Ja, man muss unfaires Zeitschinden wie Ball wegschlagen, Ball mitnehmen, Freistoß verhindern und so vorgehen, weil es ein unfaires Mittel ist um einem Gegner einen spielerischen Vorteil zu nehmen. Aber bei Auswechselungen, Einwürfen und solchen Situationen sollte man nicht päpstlicher sein als der Papst.

Wir können natürlich auch die Auswechselungen erhöhen, so dass jeder Spieler einmal gewechselt werden kann oder lassen Doping zu. Letzteres schützt zwar nicht die Spieler, aber es lässt sie die verlangten Leistungen durchstehen ohne mürrischen Trainer und Zuschauer.


Antworten auf diesen Eintrag:



gesamter Thread: