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Sch*lker Legende Olaf Thon: BVB-Mitleid "schwer zu ertragen" (Fußball allgemein)

istar @, Montag, 22. Februar 2021, 10:51 (vor 7 Tagen) @ guy_incognito
bearbeitet von istar, Montag, 22. Februar 2021, 10:55

Vielleicht ist es auch ein ziemlich deutsches Problem, dass Traditionsvereine so abgewirtschaftet werden und durch hochgepushte Startups wie Wolfsburg, RB oder Hoffenheim ersetzt werden.

Allem zugrunde sollte die sportliche Performance liegen. Und nur weil etwas vor 20 Jahren geklappt hat, heißt es nicht, dass die selben Strukturen immer noch funktionieren.

Das bedeutet nicht, dass man die Plastikvereine kopieren muss. Zumindest sollte das nicht das Bestreben sein. Es müssen eigene Wege gefunden werden, was Anstrengung benötigt.

Aber es kann klappen. Schau dir die falsche Borussia an. Von einem Fahrstuhlverein haben sie sich dann sehr guter Transferpolitik und Kontinuität zu einem Europapokalkandidaten gemausert.

Bei S04 hat die eine Tedesco-Saison vieles überstrahlt. Im Prinzip befinden sie sich seit 6 Jahren im Sturzflug, bedingt durch fehlende sportliche Kompetenz und einen soliden Zunkunftsplan. Es wird allein dadurch schon extrem schwer, wieder hochzukommen. Glaubst du ernsthaft, dass die wissen, was sie in der 2.Liga erwartet (sofern sie die Lizenz bekommen)?

Bei dem ziemlich deutschen Problem sind wir dann schnell beim ziemlich deutschen 50+1.

Wenn man aber nach England z. B. schaut, dann kann man sich fragen, worin der Unterschied zwischen Liverpool oder RB besteht. Das eine ist eine Neugründung, auf einen bestehenden kleinverein aufgesetzt, im anderen Fall ist der Club in Privatbesitz.
In beiden Fällen wollen die Eigner einen wirtschaftlichen Vorteil erzielen. Fußball ist dafür das Mittel zum Zweck.
Bei uns und anderen Traditionsvereinen ist Fußball der Zweck und die jeweilige Gesellschaftsform das Mittel dazu.

Und warum grade größere Traditionsvereine regelmäßig in schwere See geraten, dürfte eigentlich immer identische Ursachen haben, jenseits von temporärem sportlichen Misserfolg.
Zu viele Altvordere, die irgendwo mitbestimmen wollen oder sich zumindest regelmäßig zu Wort melden, deshalb häufig verschachtelte Strukturen, weil Posten vergeben werden müssen, in schöner Regelmäßigkeit offen oder versteckt ausgetragene Machtkämpfe, siehe grade Stuttgart, usw.
Daraus resultiert dann ein Selbstverständnis, dass sportlicher Misserfolg eigentlich nicht sein kann, weil man ja ein so großer Club ist,deshalb werden zu große Risiken eingegangen etc.
Dazu eine große Fanbase, die zwar von elf Freunden auf dem Platz träumt und die am liebsten den Vereinsfussball der 50er Jahre hätte, die aber trotzdem auf die Barrikaden geht, wenn kein Erfolg da ist.

Edit : ich wünsche mir, dass der HSV aufsteigt und Hertha drin bleibt. Ich kann auch die Häme nicht ganz nachvollziehen, es ist nicht Gladbach und es sind nicht die Blauen. Aber beide haben große Stadien, wo man auch mal Karten kriegen kann als unorganisierter Normalfan.

 

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