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Verletzung Witsel (BVB)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Montag, 11.01.2021, 13:48 (vor 2120 Tagen) @ Sascha

Das war aber auch eine Zeit, in der 22 jährige noch "herangeführt" wurden und nicht schon seit sieben Jahren unter Profibedingungen in Leistungszentren trainiert haben.

Die Körper der heutigen Spieler wurden schon deutlich früher stark belastet und sie dürften so auch ein paar Jahre früher "durch sein" als früher.


Uwe Seeler war mit 17 bereits Nationalspieler. Seinen Achillessehnenriss hatte er mit 29.

Lothar Matthäus war mit 18 bereits Bundesligaspieler und mit 20 Nationalspieler und Europameister. Seinen Achillessehnenriss hatte er mit 34. Da dürfte er bereits weit über 100 Länderspiele und diverse WM-/EM-Turniere in den Knochen gehabt haben.

Und trotzdem liegen da zwischen dem Aufwand im Jugendbereich und den körperlichen Ansprüchen bei den Profis welten. Wenn man sich die Spiele von damals nochmal anschaut, möchte man doch rufen, dass man endlich mal von Zeitlupe auf Normalgeschwindigkeit stellt.

Einfach den Zeitraffer einstellen! ;-)

Sicherlich gibt es da Unterschiede.

Diese gibt es allerdings auch in der medizinischen Versorgung inklusive Regeneration und Prophylaxe, die heute ungleich höher einzuschätzen ist und früher z.T. überhaupt nicht vorhanden war.

Mit der steigenden Belastung ist auch das Niveau der Rahmenbedingungen gesteigert worden. Dazu gehören z.B. auch Schuhwerk oder Ball. Und vor allem Beschaffenheit und Zustand der Spielfelder.

Im Nachwuchsbereich dürfte heute wohl kaum mehr auf Roter Asche trainiert und gespielt werden, die je nach Witterung knüppelhart oder wachsweich war. Auch in der Bundesliga glich der ‚Rasen‘ der Spielfelder, der oft kaum als solcher zu bezeichnen war, im Sommer einer Trockensteppe (die hart wie Beton war) und im Herbst/Winter bis in den Frühling hinein wechselweise einem Schlammloch (in dem man stellenweise mehr als knöcheltief versank), einer Seenlandschaft mit tiefen Pfützen (von denen man nie wusste, wie tief sie waren), einer Skilanglaufpiste (mit Variationen von festgetretenem bis lockerem Schnee auf einem Areal) oder einer Eiskunstlauffläche (wobei es für das Ausrutschen weder A- noch B-Noten gab).

Training und Wettkampf auf diesen Plätzen waren aus orthopädischer Sicht für den Muskel-/Band-/Sehnenapparat alles andere als ein Gesundbrunnen.

Zwar kam es zu diesen Zeiten wesentlich häufiger zu Spielabsagen wegen Nichtbespielbarkeit des Platzes, aber bevor eine solche Entscheidung getroffen wurde, musste schon fast der Katastrophenfall ausgerufen worden sein.

Aber was sollen wir uns um des Kaisers Bart streiten. Ein Achillessehnenriss war früher Sch...e und ist auch heute noch Sch...e.

PS Auf festgetretenem Schnee habe ich übrigens ganz gerne gespielt, solange keine keine versteckten Eisplatten das Ganze tückisch gemacht haben. Wenn dann noch die Sonne schien und es knackig kalt war, hatte das wirklich etwas von Winterspaß.


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