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Mitentscheidend dafür war ein Einwechselspieler (BVB)

Vati Morgana, Montag, 11.01.2021, 08:01 (vor 2119 Tagen) @ Sascha
bearbeitet von Vati Morgana, Montag, 11.01.2021, 08:05

Witsel wäre einerseits Anlaufstelle um sich aus festgefahrenen Angriffsbemühungen zu befreien und andererseits Taktgeber, der auch mal das Tempo im Spiel rauszunehmen weiß. Sozusagen die Stellgröße zwischen Favre und Bosz.


Den Witsel der letzten anderthalb Jahre, sehe ich aber gar nicht kompatibel mit einem schnellen Umschaltspiel. Standardmäßig schob er da erst einmal den Köprer zwischen Ball und Gegner, um die Pille abzusichern, und schaute dann, wo er hinpassen könnte. Das ging oft einfach sehr langsam und kostete die zwei, drei Sekunden, die da schon entscheidend sein können.

Eben drum. Ich erwarte auch nicht, dass wir uns während einer Saison von einem Extrem ins andere entwickeln werden. Die Spieler, die gestern noch den höchsten Ballbesitz der Liga vorzuweisen hatten, werden nicht morgen kräftezehrenden Umschaltfußball beherrschen.

Eine Spitzenmannschaft sollte sich auf das Spielgeschehen einstellen können und auch mal das Tempo während einer Partie variieren.
Hierzu gehören einerseits dominante Phasen in denen man das Dribbling sucht, man den Gegner auch mal länger an seinem Strafraum beschäftigt und ihn bei Ballverlust umgehend wieder attackiert. Hierfür braucht es Spieler wie Delaney oder Can.
Diese Spielweise setzt allerdings stets eine hohe Konzentration voraus und ist äußerst kräftezehrend. Daher gehören andererseits auch längere Ballbesitzphasen zu einem Spiel, in denen man das Tempo rausnimmt, Ruhe ins Spiel bringt oder vielleicht auch mal den Gegner rauslockt. Hierfür ist wiederum die Ballsicherheit von Witsel prädestiniert.


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