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Erschreckende Naivität (Sonstiges)

Micawber, Sauerland, Montag, 16.11.2020, 18:46 (vor 1964 Tagen) @ guy_incognito

Das heisst, Scheisse für die Staaten aber beste Chancen für einen Republikaner in 2024 und zwar auf allen Ebenen (Präsident, Senat, House).


Das würde ich erst einmal abwarten. Die nächsten Wahlen (mit Ausnahme der Senatswahl in Georgia im Januar) finden in genau 2 Jahren statt. Dann ist Corona mit Sicherheit kein Thema mehr, der Wirtschaft dürfte es besser gehen und die Sozialismuskeule weniger wirken.

Die Republikaner stehen doch jetzt schon vor einer Spaltung. Sie haben bei dieser Wahl die Trumpisten und viele ihrer Kernwähler an die Urnen bringen können. Aber selbst dann bilden sie immer noch eine Minderheit.

Das Lincoln Project ist nur der Beginn einer Entwicklung, nämlich einer wachsenden Fundamentalopposition in der eigenen Partei.

Ausserdem werden die Republikaner die Briefwahl attackieren, um dieses verhasste Mittel, das langen Warteschlangen in urbanen und demokratischen Gegenden vorgreift, zu beerdigen, in der Hoffnung möglichst viele demokratische Wähler von den Wahlen fernzuhalten.


Die betrügerische Briefwahl war das beliebte Motiv von Trump. Aber das wird sich abnutzen, zumal keine Beweise vorliegen und die Klagen alle abgewiesen werden.

Und Biden wird mit Sicherheit die Post wieder stärken.


Allerdings sollte man auch nicht gänzlich übersehen, dass auch die Demokraten durchaus vor innerparteilichen Problemen bzw. Auseinandersetzungen stehen.

Bereits seit der Wahl gibt es etwa aufgrund der doch nennenswerten Verluste bei den Wahlen zum Repräsentantenhaus, bei der der deutliche Vorsprung der Demokraten zienmlich geschrumpft ist, Auseinandersetzungen zwischen den eher Linken und den eher Konservartiven innerhalb der Partei.

Die Konservativen in den Reihen der Demokraten führen die Niederlagen in einigen Wahlkreisen etwa auf die Forderungen nach Einschränkungen bei der Polizeifinanzierung im Rahmen der BLM-Bewegung zurück, wogegen sich die Parteilinke entsprechend zur Wehr setzt und umgekehrt die zu zaghafte Öffnung der Partei für die benachteiligten Schichten der Gesellschaft kritisiert.

Trotzdem dürften die Probleme der Republikaner mit Trump erstmal noch deutlich schwerer wiegen. Meine Theorie ist ja immer noch, dass Trump mit seiner Leugnung des Wahlausgangs nicht nur diese Dolchstoßlegende in die Köpfe seiner Fans und der Allgemeinheit "prügeln" will, sondern auch deshalb so lange wie möglich destruktiv agieren wird, um sich ein Einlenken dann gegen einen entsprechenden Preis abkaufen zu lassen.


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