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BVB übernimmt Antisemitismus-Definition der IHRA (BVB)

prosakind, wäre-gerne-in-Graz, Samstag, 10.10.2020, 18:08 (vor 2198 Tagen) @ Voomy

Nicht falsch verstehen: ich möchte das hier gar nicht wieder reaktivieren, denn auch ich merke hin- und wieder wenn etwas keinen Sinn macht, beispielsweise wenn man gar nicht bis zum Austausch von Argumenten kommt. Soweit alles ok und in dem Punkt mit Dir einer Meinung.

Ich erlaube mir aber nur die Klarstellung, dass ich an keinem Punkt über eine irgendwie geartete verallgemeinerbare "linke Diskussionskultur" geurteilt habe. Das wirst Du von mir nicht lesen. Mein Hinweis zielte schon bewusst auf eine bestimmte Klientel innerhalb des sich als linke Mitte begreifenden Lagers (verorten wir sie mal polemisch zwischen Katja Kipping und Johannes Kahrs), die wie foreveralone schon richtig schrieb, historisch linke Positionen auf dem Weg an die Fleischtöpfe aufgegeben hat und ihren marktangepassten Hedonismus versucht über identitätspolitische Fragen rot anzumalern. Und dabei dann etwa auch problemlos transatlantische oder prozionistische Positionen in ihre Überzeugungen einbauen kann.

Sollen sie grundsätzlich auch gerne machen. Ich selber reagiere nur etwas verschnupft, wenn die vor sich her getragene liberale Überzeugung gerade soweit reicht, wie der eigene Überzeugungskanon. Ganz systemkonform werden dann selbst gut begründbare andere Überzeugungen pauschal abqualifiziert, hier etwa über den Kampfbegriff "Antisemitismus" - in anderen Zusammenhängen gerne auch mit "Verschwörungstheorie" oder der "Querfront"-Keule.


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