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BVB übernimmt Antisemitismus-Definition der IHRA (BVB)

prosakind, wäre-gerne-in-Graz, Samstag, 10.10.2020, 11:55 (vor 2198 Tagen) @ Voomy

Ehrlich gesagt merkt man, dass Du nichts davon weisst, worüber wir reden. Du müsstest mir bitte erstmal erklären, warum der "Typ" sich überhaupt vom BDS distanzieren sollte. Und zwar auf zwei Ebenen: a) warum muss man sich vom BDS distanzieren? b) Warum speziell er? In welchem Verhältnis steht er denn überhaupt zum BDS?

Der "Typ" selber hat erstmal einen wohl kaum delegtimierbaren wissenschaftlichen Blick auf BDS und Antisemitismusdefinition. Der im Übrigen auch in institutionellen Kontexten stattfindet (Zentrum für Antisemitismusforschung), die gegen jeden blinden Antisemitismus-Vorwurf erhaben sind. Das schließt mit ein, dass er kontextualisiert und abgewogen und differenziert argumentiert. Eben kein schwarz-weiß-Bild zeichnet, sondern Grautöne zulässt. Lauteres Verhalten wäre nun, sich mit seinen Positionen auseinanderzusetzen. Gerne auch so, dass man seine Meinungen zu den beiden zwar verwandten, aber unterschiedlichen Themenkomplexen (hier BDS, dort Antisemitismusdefinition) auch unterschiedlich bewertet.

Was Du aber machst ist eine moralingeschwängerte Diskursverweigerung. Eben schwarz-weiß malen und den Antisemitismus-Vorwurf als politisches Kampfinstrument benutzen. Das mag in identitätspolitisch-gestählten Bionade-bourgeoisen Prenzlauer Berg-Blasen funktionieren. Jenseits dieser Welt wird es dann aber schwierig, Ernst genommen zu werden. Es ist echt ein Jammer, wie sehr hier ein antideutsch-geprägter Diskurszweig mittlerweile Teile des linksliberalen Lagers und der Marktsozialdemokratie ergriffen hat.


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