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Nichts für Romantiker (BVB)

Blarry, Essen, Samstag, 12.09.2020, 18:23 (vor 2217 Tagen) @ Kaiser23

Den wichtigeren Aspekt der Professionalisierung finde ich ja nicht die Gehaltsentwicklung bei den betroffenen Athleten, sondern in deren Umfeld. Selbst in der Landesliga der Herren werden mittlerweile mitunter Gehälter ausgezahlt, von denen man als Spieler leben kann. Trotzdem wird man dort nicht von professionellen Strukturen reden. Da geht es dann darum, nicht mit einem halben Dutzend Privat-PKWs zum Auswärtsspiel anzureisen, sondern sich einen Bus samt Fahrer bei den Stadtwerken zu mieten. Um fest angestellte Ärzte, Physios, Platz- und Zeugwarte und Social-Media-Kreaturen. Kurz: um Arbeitsplätze abseits des spielenden Personals.

Leider braucht es dafür Geld, und hier drehen wir uns im Kreis, denn das ist im Frauenfußball initiativ kaum bis nicht zu verdienen. Professioneller Spielbetrieb auf dem organisatorischen Niveau der Herren braucht so seine 100-150 Arbeitsplätze. Die wollen bezahlt werden. Und wenn das mit natürlichem Wachstum, Sponsoring usw. nicht machbar ist, hilft nur jahrelanges Reinbuttern in Millionenhöhe.


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