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Gegenpressing (BVB)

Blarry, Essen, Mittwoch, 09.09.2020, 15:14 (vor 2220 Tagen) @ Liberogrande

Bingo.

Mit unserer Truppe von 2011 würden wir heute keinen Blumentopf gewinnen. Okay, tun wir mit unserer von heute auch nicht, aber das ist nicht der Punkt. :P
Damals war dein typischer "erfahrener" Defensivspieler ein Produkt der frühen Nullerjahre, hat teilweise noch Manndeckung gelernt, und war froh, im Passspiel grob die richtige Himmelsrichtung zu treffen. Nicht umsonst haben Spieler wie Pique, Ramos oder Hummels vor zehn Jahren eine Revolution des Spielaufbaus von hinten heraus eingeläutet, die mit ihren holzbeinigen Vorgängern nicht möglich gewesen wäre.

Darauf aufbauend ist nicht nur das technische Niveau der Ballbehandlung der Defensivspieler in den letzten zehn Jahren in historischem Maßstab durch die Decke gegangen. Durch die immer weiter verbreitete Pressingspielweise wurden spielerische Lösungen im Rahmen der gesamten Mannschaft ausgearbeitet, anstatt die Verantwortung für den nächsten Pass nur beim ballführenden Spieler zu hinterlegen. Torhüter sind in den Aufbau eingebunden, und niemand hat mehr Angst vor kurzen Abstößen und Spielaufbau von der eigenen Grundlinie. Das sind alles Gegenmaßnahmen gegen pressingspielende Mannschaften.

Die haben natürlich weiterhin sporadisch Erfolg. Allerdings gibt es doch zu bedenken, dass erfolgreiche Truppen wie Eintracht Frankfurt vor zwei Jahren eher die seltene Ausnahme sind und nicht im Ansatz an City, Liverpool, Bayern, Madrid oder Barcelona kratzen können, die diesen Ansatz mit um Welten besseren Fußballern eben auch um Welten besser umsetzen können. Auch wenn "den Gegner anlaufen" eher simpel klingt.


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