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Wir haben Hakimi für Inter erst richtig interessant gemacht (Fußball und Sport allgemein)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Freitag, 26.06.2020, 23:27 (vor 2026 Tagen) @ Flemm

Für die Position die er spielt sind seine Fähigkeiten aber perfekt..

Er ist extrem jung und war im Umschaltspiel, gerade in der Champions League, oft spielentscheidend


Das auf jeden Fall. Aber wer weiß, wie lange wir bei dem System bleiben. Dafür wären 40 mio einfach zu viel.

Ein entscheidender Grund pro Inter.

Und auch contra BVB und Real.

Sicherlich hat Favre in Diskussion mit den Führungsspielern und Zorc nach dem Heimspiel gegen Paderborn nicht allein wegen Hakimi von einem Vierketten- auf ein Dreierkettensystem umgestellt. Ziel war es eindeutig, die defensive Stabilität der Mannschaft (auch hinsichtlich der Konterabsicherung) deutlich zu steigern und gleichzeitig die offensive Stärke beizubehalten. Allerdings dürfte Hakimi bzw. seine Stärken und Schwächen auch eine wesentliche Rolle gespielt haben. Und seine neue Rolle als rechter wing back hat sich nicht nur für die performance der Mannschaft als zielführend, sondern auch für ihn selbst als zukunftsweisend erwiesen.

Auch wenn es Hoffnungen gegeben haben mag, dass sich Hakimi aufgrund seines jungen Alters langfristig defensiv soweit weiterentwickeln könnte, dass er auch als RAV in einer Viererkette zuverlässig funktionieren könnte, so dürfte die Position des wing back (oder Flügelläufers) doch für geraume Zeit die Idealposition für ihn sein. Das wird man bei Real aus der Ferne analysiert haben, und beim BVB aus nächster Nähe ohnehin.

Dass Real irgendwann in überschaubarer Zukunft auf ein Dreierkettensystem umstellen sollte, ist ein illusorischer Gedanke. Und auch beim BVB wird man sich (trainerunabhängig) sehr konkret Gedanken machen, wie lange das aktuell probate Dreierkettensystem gespielt werden soll. Eine Verlängerung der Leihe mit Hakimi um eine Saison, wie man sie sich wahrscheinlich noch erhofft hatte, wäre eine finanziell relativ risikolose Investition für einen überschaubaren Zeitraum gewesen. Ein Kauf Hakimis jedoch wäre eine sehr große Investition über einen längeren Zeitraum gewesen. Unabhängig davon, ob wir uns eine solche Investition aktuell leisten können oder nicht, die Rückkehr zu einem Viererkettensystem kann recht schnell erfolgen. Wenn nicht unter Favre, dann unter seinem Nachfolger. Doch dann wäre Hakimi eine Investition mit hohem Risiko. Es sei denn, man würde ihn als offensiven Flügelspieler einplanen. Was aber auch wieder trainerabhängig sein dürfte.

Inters Trainer Conte jedoch setzt konsequent auf ein klassisches 3-5-2, in dem wing backs essentieller Teil des Systems sind. Die Clubeigner investieren sehr viel, um Inter wieder in die erste Reihe der europäischen Topclubs zu bringen. Mit Conte hat man einen erfahrenen und erfolgreichen Trainer verpflichtet, dem man in seinen personellen Entscheidungen folgt. Wer nicht ins System passt, muss den Club verlassen. Und es werden konsequent neue Spieler für das Conte-System geholt. Auch wenn man im Fußballgeschäft sehr vorsichtig sein muss hinsichtlich Prognosen bezüglich Trainerverweildauern, so sieht es momentan nach einer längeren Zeit Contes bei Inter aus. Und damit nach einer längeren Zeit für das 3-5-2 - System.

Für Hakimi bedeutet ein Wechsel zu Inter (neben einer erheblichen Steigerung seines Nettoeinkommens) mittel- und wahrscheinlich auch längerfristig, dass er auf der Position eingesetzt werden wird, die sich für ihn als Idealposition herauskristallisiert hat. Entscheidend hierfür war der Systemwechsel des BVB letzten Spätherbst. Wir waren es also, die Hakimi für Inter interessant gemacht haben...

Insofern ist eine Verpflichtung Hakimis durch Inter in jeder Beziehung logisch. Genauso wie es logisch ist, dass Rea ihn verkauft. Und für den BVB wäre eine Verpflichtung Hakimis auch mit einer Bindung an ein System gewesen respektive wäre mit dem Wagnis bzw. dem Mut einhergegangen, ihn konsequent offensiv einzusetzen.

Ich persönlich bedauere es sehr, dass sich wohl keine Option unsererseits mehr auf einen längeren Verbleib Hakimis ergibt. Im jetzigen System ist er (da wiederhole ich mich gerne) eine Waffe; in einem Viererkettensystem schätze ich ihn ähnlich gefährlich auf der offensiven Außenpositionen ein (die er ja erfolgreich bei uns einige Male eingenommen hat).
Ohne Hakimi werden wir vielleicht vom System her flexibler, allerdings mMn auch ein wenig ‚normaler‘ und damit ausrechenbarer, weil uns diese besondere Moment fehlen wird.


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