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Zorc: „Ein Grund zur Feier ist die Champions-League-Qualifikation nicht“ (BVB)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Mittwoch, 17.06.2020, 16:20 (vor 2297 Tagen) @ Smeller

Ich hab zumindest jetzt gelesen, dass wohl Meunier ziemlich sicher ist. Und auch wenn er nicht so offensiv stark wie Hakimi ist, bringt er zumindest etwas mehr defensive Stabilität mit sich. Damit hätte man Hakimi mMn schon aufgefangen.

Ich bin mir da nicht so sicher.

Als wir mit einer Viererkette mit Hakimi als rechtem (und mitunter als linkem) Außenverteidiger gespielt haben, war er mMn offensiv bereits eine Waffe, defensiv allerdings durchaus des Öfteren ein Risikofaktor. Sieht man einmal von dem einen oder anderen Stellungsfehler ab, lagen seine Defizite im Defensivspiel nach meinem Eindruck zumeist in seinem offensiv ausgerichteten Denken begründet. Da wird schon einmal der Risikopass am eigenen Strafraum gespielt und der kann dann auch sehr leicht beim Gegner landen. Ob sich diese Leichtsinnigkeit im Laufe der Zeit bei ihm ändert, ist schwer zu beurteilen. Hakimi ist noch jung; je mehr Erfahrung er haben wird, desto höher die Chance, dass er ausgeglichener wird in seinem Spiel.

So wie es bei Meunier der Fall ist. Defensiv stabil, erfahren und zuverlässig. Er weiß, wie er im Raum stehen muss, wann die Klärung der Situation im Vordergrund steht und wann das Spiel nach vorne. Für dieses Spiel nach vorne tut er einiges und das auf ansprechendem Niveau, ist allerdings hinsichtlich Antritt, Dynamik, Geschwindigkeit, Hereingaben und Torgefährlichkeit deutlich hinter Hakimi einzuordnen.

Diese Stärken Hakimis nutzen wir seit der Umstellung auf ein Dreier-/Fünferkettensystem und mit seiner neuen Rolle als rechtem Flügelläufer nahezu ideal. Wie hier bereits einige angemerkt haben, fallen seine defensiven Defizite nicht mehr (oder nicht mehr so stark) ins Gewicht, zumal er mit Piszczek einen erfahrenen Routinier im dritten Frühling auf der Position des rechten Halbverteidigers an seiner Seite hat. Diese Rolle Piszczeks könnte ich mir für Meunier im übrigen ebenfalls vorstellen. Die Rolle Hakimis kann er mAn nicht übernehmen, da er nicht über dessen Stärken in dieser Ausprägung verfügt.

Ein Spiel ohne Hakimi wird definitiv ein anderes sein. Es wird uns eine wesentliche Stärke fehlen, wenn ‚aus der Tiefe des Flügels‘ das Tempo, die Dynamik und die Wucht nicht mehr so präsent sein werden. Da fallen mir ad hoch nicht so viele Spieler ein, welche diesbezüglich an Hakimi heranreichen. Meunier ist zweifelsohne ein renommierter Außenverteidiger, aber eben auch ein Spieler mit anderen Stärken, als sie Hakimi aufzuweisen hat. Mit ihm würde sich die Statik unseres Spiels verändern, was sicherlich auch eine gewisse Eingewöhnungsphase erfordern dürfte. Abläufe, wie sie in der aktuellen Rückrunde immer besser funktionieren, müssten erneut geändert werden.

Wobei unser Spiel aus der Zentrale heraus mMn optimierungsbedürftig ist. Wenn wir unser Flügelspiel etwas anders gestalten müssen, wird dem Spiel aus der Zentrale heraus zwangsläufig eine größere Bedeutung zukommen. Was wiederum ein eine neue Herausforderung darstellt.


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