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Hummels: Geisterspiele sind "nullkommanull" Wettbewerbsverzerrung (BVB)

markus, Dienstag, 19.05.2020, 10:53 (vor 2318 Tagen) @ Guido

Naja, der „12. Mann“ fällt zwar für alle weg (so gesehen für alle die gleichen Bedingungen), aber er ist ja nicht überall gleich stark. Für Union Berlin dürfte der Nachteil z.B. größer sein als für Bayern München. Wer weiß, was bei dem Spiel mit einer vollen Hütte passiert wäre.


Aber gerade bei Bayern hat doch fast jeder Gegner die Buchse ganz offenbar voll, wenn er in die Allianz-Arena einläuft. Am tobenden Publikum mag es nicht liegen. Aber warum kriegen wir dort die Hucke dann immer so voll? Ich bin mal gespannt, wie deren Spiele ohne Zuschauer ablaufen werden.
Zu Hummels: Er sagt ja nur, dass es keine Wettbewerbsverzerrung ist. Und das sehe ich bei der Anzahl noch ausstehender Spiele eigentlich ähnlich. Natürlich hat Union ohne Zuschauer einen Nachteil, weil sie ansonsten vom Heimeffekt getragen über sich hinauswachsen könnten, aber das bedeutet im Umkehrschluss dann ja auch, dass sie bei einem an einem neutralen Ort ausgetragen Turnier sportlich chancenlos wären. Kritischer finde ich die lange Zeit ohne Training, die vielen Muskelverletzungen und die Chance 5x zu wechseln, wo Clubs mit einem breiten Kader deutlich weniger stark getroffen werden als kleinere Vereine.

Ja, sie wären chancenlos. Das aber vor allem deshalb, weil der Kaderetat im direkten Vergleich winzig ist und Bayern München einfach die besseren Spieler kaufen kann. Das gehört zum normalen Wettbewerb aber genauso dazu wie die Fans im Stadion. Beide Elemente können kriegsentscheidend sein. Nun fällt ein wesentlicher Vorteil für finanzschwächere, aber fanstärkere Vereine weg. Natürlich verzerrt das den bisher üblichen Wettbewerb.


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