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KMH im ASS (BVB)

Eisen, DO, Samstag, 29.02.2020, 23:37 (vor 2386 Tagen) @ Knolli

Als ich klein war, hat noch das ganze Stadion "Hoeness, du Arschloch" gesungen, der Schiri wurde gewarnt, dass man weiß, wo sein Auto steht und Olli Kahn wurde mit Affenlauten und Bananeschalen empfangen.

Sicherlich alles nicht die feine Art, nicht sonderlich kultiviert oder gar intellektuell. Aber hey, wir waren beim Fußball. Hoeness hat sich einfach auf die Bank gesetzt und es ertragen, Olli Kahn hat das so aufgegeilt, danach hat er noch besser gehalten. Für die Medien war es eine Randnotiz, es wurden nicht alle Probelem der Welt und der Republik auf der Verhalten der Tribüne projeziert.

Fußball war einfach Fußball, für 90 Minuten eine eigene Welt, wo man auch mal beleidigen konnte, ohne dass es gleich eine Strafanzeige gibt. So wie auf dem Platz, wo man sich 90 Minuten beharkt und beschimpft, sich nach dem Spiel die Hand gibt, und gut ist.

Wie man in dieser Stellung so unsouverän und zartbesaitet sein kann wie Dietmar Hopp, das ist doch ein Rätsel. Hätte der wie Uli Hoeness es einfach ertragen, wir hätten seit 10 Jahren keine Schmährufe und Plakate mehr. Aber weil der wie ein kleiner Junge immer rumheult und zu Mama DFB rennt, finden die bösen Jungs es natürlich unfassbar amüsant, einfach immer weiter zu machen. Weil der gewünschte Impuls sofort kommt.

Ich will das nicht gutheißen, ich finde die Beleidigungen relativ primitiv und vulgär, aber es wird eindeutig zu hoch gehangen. Dietmar Hopp ist unter Fußballfans extrem unbeliebt und bietet viel Angriffsfläche mit seinem mimosenhaften Auftreten. Das ist alles. Der glaubt echt, er könnte die Gesänge per Gerichtsbeschluss beenden. Er kennt den Fußball und daher verachtet der Fußball ihn auch so.


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