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Was ist denn eigentlich dieser "Mentalitätsspieler"? (BVB)

Sascha @, Dortmund, Dienstag, 28.05.2019, 18:56 (vor 916 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Ich finde schon die Auswahl mit Mandzucik und Vidal bezeichnend für das Problem. Ich mag Mandzucik als Person nicht, als Spieler nehme ich ihn aber in der Regel als einen Spieler wahr, der auch in der 118. Minute vorne einen Abwehrspieler anläuft und dann Sekunden später hinten am Strafraum ein Kopfballduell führt.

Das mag ich. Ja, eigentlich erwarte ich das von einem Profisportler. Und kleiner Einschub, auch wenn mir da nicht viele zustimmen werden,: ich mag auch diese verbissene Einstellung von Thomas Müller. Das sieht zwar häufig total albern aus, aber diese grundlegende Einstellung, sich auch bei einer 4:0-Führung noch über eine vermeindlich falsche Einwurfentscheidung des Schiedsrichters aufregen zu können, finde ich genau richtig.

Vidal dagegen ist für mich ein Typ, der bewusst unfair spielt. Dem Gegner den Ellenbogen durchs Gesicht zieht, um sich "Respekt zu verschaffen", und nach Ballverlusten auch bewusst in die Knochen grätscht. Das finde ich scheiße und absolut unsportlich. Wenn das Erfolg bringt, dann sei es so. Trotzdem möchte ich so einen Spieler nicht in unserer Mannschaft haben.

Kruse dagegen fällt mir als Spieler zum Begriff "Mentalitätsspieler" gar nicht ein. Ich nehme ihn eher als relativ hohle Nuss wahr. Kann man mögen, muss man nicht. Sieht man für mich schon daran, dass er in Bremen nach all den Jahren bei einem Verein gelandet ist, wo man ihn wertschätzt, wo er gut integriert ist und wo er, so scheint es von Außen, seinen Platz gefunden hat. Und dann wechselt wieder aus Geldgründen. Mein Fall ist er nicht. Genau so wie diese "echten Typen", die ja heutzutage fehlen, nie man Fall waren. Dummheit finde ich nicht bewundernswert.

Ganz generell: Nein, ich denke nicht, dass wir mehr "Mentalitätsspieler" brauchen. Wir haben drei, vier Spieler im Kader, die für mich darunter fallen und eigentlich reicht das. Diese Spieler müssen die anderen mitziehen, die das dann über ihre Qualität regeln. Auch bei den Bayern sind es nicht unbedingt mehr. Hummels hat immer wieder mit Motivationsproblemen zu kämpfen, Lewandowski wird immer vorgeworfen, in den wirklich wichtigen Spielen nicht präsent zu sein. Und bei Spielern wie Thiago oder Coman überwiegt das Talent bei weitem die Mentalität.


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