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Neu auf schwatzgelb.de: Immer noch Meisterrennen (BVB)

Bernhardt, Mittwoch, 10.04.2019, 10:32 (vor 2694 Tagen) @ Will Kane


Jeder Mensch ist ein Individuum mit seiner eigenen persönlichen Art. Da bilden Fußballspieler und auch Fußballtrainer keine Ausnahme. Ein Trainer (wie auch jeder Vorgesetzter) kann nur dann Einfluss auf seine Spieler (Mitarbeiter) gewinnen, wenn er glaubwürdig ist und bleibt. Ich würde gerne den mir nicht genehmen Begriff ‚authentisch‘ vermeiden, hier scheint er mir aber recht gut zu passen. Wenn man versucht, etwas in der Art zu tun wie ein anderer, dann geht das
Schief, weil man selbst eben eine andere, eigene Art hat. Man wirkt aufgesetzt, und somit nicht ‚authentisch‘, und damit nicht glaubwürdi

Selbst die besten Schauspieler schaffen dies nicht. Ich habe einmal in einer Biographie von Heinz Rühmann gelesen, dass er in den 20er Jahren an den diversen Bühnen, an denen er engagiert war, immer wieder als ‚jugendlicher Liebhaber/Held‘ besetzt wurde. Jetzt war Rühmann zu dieser Zeit in der Tat jung, nur als Liebhaber und Held konnte er nicht überzeugen. So scheiterte er immer wieder. Erst als er mehr oder weniger per Zufall in humorvollen Rollen als ‚kleiner Mann‘ besetzt wurde, kam der Erfolg. Weil diese Rollen zu ihm als Typ passten und er in ihnen glaubwürdig war.

Dustin Hoffmann und Clint Eastwood sind beide exzellente, mit Oscars und Golden Globes und anderweitig hochdekorierte Schauspieler. In den jeweiligen Rollen des anderen wären sie mitnichten so überzeugend (weil glaubwürdig) gewesen.

Im übrigen dürften auch Nagelsmann und Klopp des öfteren die ‚falsche Ansprache‘ gewählt haben. Wenn ich mich da so an einige Spiele erinnere...;-)

Nein, nein um himmelswillen. Ich meinte orientieren nicht kopieren. Favre ist ja mehr der introvertierte Typus. Ich war mithin ja noch nie bei einer Kabinenansprache von Favre dabei;) Kann mir nur eben bei Klopp / Nagelsmann.... eher vorstellen, dass sie eine Mannschaft verbal anders anpacken als dies z.B bei Favre vllt der Fall ist. Favre - so könnte ich mir vorstellen - wird sicherlich ein andere Art, die Mannschaft zu motivieren praktizieren als dies bei Tempramentsbolzen, wie die zuvor Genannten der Fall ist.
Klar ist auch, dass jeder Fussballtrainer in der Fussballwelt seine individuelle, letztlich seiner Mentalität geschulteten Ansprache an seine Kicker wählen wird. Der Eine macht mehr auf die leise Tour, der Andere auf die Laute. NUR wirken muss es. Das ist entscheidend.

MfG
Bernd


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