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Vielleicht ausnahmsweise mal WIRKLICH win-win (BVB)

Majoney, tief im Süden, Donnerstag, 26.07.2018, 16:40 (vor 2932 Tagen) @ hanno29

Ich glaube, dass sich der volle Marktwert Pulisics erst bei einem Wechsel nach England oder zu Real entfalten würde. Egal, wo er spielt, er bringt diesem Verein auf dem US-Markt eine riesige zusätzliche Aufmerksamkeit. Aktuell also uns - wir dürften in den USA zur Zeit der beliebteste Bundesligaverein sein und in Sachen Sympathie und Aufmerksamkeit sogar an ein paar englische Spitzenclubs wie ManCity, Chelsea oder Arsenal heranreichen. Über allem thronen Liverpool, ManUtd und Real.
Problem ist, dass die Bundesliga in den USA insgesamt deutlich weniger Aufmerksamkeit genießt, und sich damit trotz unserer aktuellen Sonderstellung keine exorbitanten Einnahmemöglichkeiten ergeben.

Würde er hingegen nach England wechseln, dann würde allein seine Präsenz seinen Verein auf ein komplett neues Level hieven. Das kann sehr schnell in den Bereich achtstelliger Mehreinnahmen jährlich gehen, auf die Vertragsdauer gesehen vielleicht neunstellig. So wie Real bei jedem neuen Rekordtransfer behauptet, das werde sich allein durch die Trikotverkäufe rechnen, so kann das bei Pulisic auch für ManUtd oder Liverpool gelten. Sei es durch den Verkauf der Trikots selbst oder den Verkauf von 100 Quadratzentimetern auf deren Vorderseite.
Speziell diese beiden Clubs mit ihren amerikanischen Besitzern werden diese Chance gerne beim Schopf ergreifen.

Und deshalb sehe ich hier eine Chance auf win-win: der zusätzliche Wert, der sich bei Pulisic erst nach einem Wechsel in die PL ergäbe, kann dazu führen, dass die Ablösesumme schwindelerregende Höhen erreicht. Die 70 Millionen, die der BVB bei einem sofortigen Wechsel laut Kicker wohl mindestens sehen will, könnten sich für einen englischen Club locker rechnen und uns über den sportlichen und wirtschaftlichen Verlust mehr als hinwegtrösten.

Abschließend noch: Ich finde es nicht gut, dass sich der Fußball in diese Richtung entwickelt hat. Aber das hat er nun mal, dagegen ankämpfen können wir nicht, und in so einem Fall könnte man sich viel leichter damit arrangieren als wenn die Buyern eine Ausstiegsklausel für unser Jahrhunderttalent ziehen oder sich unseren besten Stürmer seit Jahrzehnten ablösefrei unter den Nagel reißen.


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