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Neu auf schwatzgelb.de: Die Vorstellung von Trainer Lucien Favre - Eine seltsame Veranstaltung (BVB)

hanno29, Berlin, Samstag, 07.07.2018, 12:24 (vor 2949 Tagen) @ Will Kane
bearbeitet von hanno29, Samstag, 07.07.2018, 12:30

Vor einiger Wochen erschien hier ein Beitrag der Redaktion, in dem die einzelnen Autoren ihre Meinung zum neuen Trainer wiedergaben. Bei vielen klang dabei für mich Verhaltenheit, sogar ein wenig Skepsis gegenüber Favre durch. So als wäre die (erwartete) Verpflichtung irgendwie ganz ok, aber andererseits auch wieder eher irgendwie langweilig. Ich mag mich da aber auch täuschen. Sollte es tatsächlich so sein, dann hoffe ich, dass diese ‚Verhaltenheit‘ nicht zu einer eher von Skepsis geprägten Begleitung der Arbeit Fabres führt, ohne dies unterstellen zu wollen. Aus eigener Erfahrung weiß ich aber, dass dies leicht passieren kann. Favre ist ein exzellenter Trainer, was er in allen seinen bisher von ihm trainierten Clubs unter Beweis gestellt hat. Ich hoffe, dass seine Arbeit bei uns ebenso erfolgreich sein wird. Aber ich hoffe auch, dass seine Arbeit sachlich, kritisch-konstruktiv und fair bewertet werden wird. Und dass seine tatsächlichen oder vermeintlichen ‚Eigenheiten‘, die dem einen oder anderen eventuell nicht gefallen mögen, nicht den Diskurs bestimmen.

Favre verfügt nicht über Entertainerqualitäten wie ein Klopp und auch nicht über die Eloquenz eines Tuchel oder die Hemdsärmeligkeit anderer Trainer. Das ist auch alles nebensächlich. Sein Job ist ein anderer. Im persönlichen Gespräch beeindruckt Favre und er ist in der Lage zu überzeugen. Das bestätigen die Spieler, die mit ihm gearbeitet haben. Und dass er die einzelnen Spieler und die Mannschaft als Ganzes ‚erreicht‘, dürfte das Wichtigste sein.

Das letzte Jahr hat die Erwartungen doch auf ein Normalmaß gestutzt, dass die Fans schon froh darüber sind, wenn wir endlich mal wieder einen Trainer haben, der taktisch variable agiert und vor allem während des Spiels auf das Spiel/den Gegner reagieren kann. Und das kann man Favre wohl nicht absprechen.

Er kann hoffentlich dort ansetzen, wo er bei Nizza aufgehört hat, was ihm bei Gladbach schon gelungen war, Spieler/eine Mannschaft (die ja keine mehr war) besser zu machen, die jungen Burschen wie Sancho, Pulisic auf das nächste Level zu heben und alte Haudegen, die langsam stagnieren, vllt. wieder anzuspornen - ach ja, und dass wir uns zuhause, nicht wieder von Mannschaften wie Nicosia, Mainz, Freiburg vorführen lassen, mit einem ansehnlichen Fußball, mit einer Mannschaft, die sich nicht hängen lässt und nicht durch die Spiele rumpelt

An Meisterschaft und Titel glaubt ja mittlerweile nicht mal mehr Marianne, so wie sich ihre Kommentare zuletzt anhörten.


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