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Es geht nicht um Emotionen, es geht um Erfol (BVB)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Freitag, 06.04.2018, 18:03 (vor 3032 Tagen) @ Sascha

Die Mehrzahl hier im Forum wollen sich gut fühlen, einige sind bereit dafür auch auf sportlichen Erfolg zu verzichten. Das ist Blödsinn. Klopp ohne sportlichen Erfolg wäre für viele nur ein überdrehter Kasper gewesen. Ohne sportlichen Erfolg würde auch kein Spieler, der etwas erreichen will, zum BVB wechseln. Die einzige Zielrichtung muss der sportliche Erfolg sein und dafür müssen die Grundlagen geschaffen werden. Die Geschäftsführung dreht keinen Film mit Happyend, sondern will sportlichen Erfolg. Und den will ich auch, gute und schlechte Gefühle gehören beim Fussball sowieso dazu.


Das kann man aber beides nur voneinander losgelöst betrachten, wenn man der FC Bayern ist und alles mit einer gewaltigen finanziellen Übermacht ausgleichen kann. Borussia Dortmund wird immer das komplette Paket benötigen, um den bestmöglichen Erfolg einzufahren.

Das gilt auch für die Bayern nur eingeschränkt und auch der größte aller Fußballclubs, Real Madrid, muss sein Publikum nicht nur mit Erfolg bedienen.

Als Mitte der 00er-Jahre Magath beim FCB als Trainer fungierte, war man definitiv erfolgreich. Zumindest national. Anzuschauen war dieser Fußball aber nicht, und ich kenne genug Bayern-Fans, die zwar durchaus Emotionen dabei empfunden haben - allerdings negative.

Wenn man sich rein auf den Erfolg konzentriert, dann vergisst man oft genug, dass Fußball nicht nur ein Geschäft ist, sondern eben vor und für die Zuschauer gespielt wird. Sonst ist es irgendwann auch kein Geschäft mehr. Sir Bobby Charlton hat das Old Trafford einmal als ‚Theatre of Dreams‘ bezeichnet. Auch weil die Menschen in diesem Stadion, seien es Zuschauer, Spieler, Trainer oder Funktionäre, emotional mitgenommen werden. Zumindest war dies zu seiner Zeit so. Und Träume sind oft emotional.

Der BVB braucht Erfolg und Emotion, vielleicht auch Erfolg durch Emotion. Emotion durch Erfolg schmeckt eher schal.Das heißt nicht, dass Emotion reicht, um Erfolg zu haben. Der Weg zum Erfolg ist selbstverständlich rational. Aber der entscheidende Kick, das im entscheidenden Moment besser sein zu können, obwohl man es eigentlich gar nicht ist, das geht nur mit Emotion. Emotion bedeutet auch, von einer Sache überzeugt zu sein und diese mit Leidenschaft zu vertreten.

Klopp konnte dies sicherlich sehr gut. Es hat aber keinen Zweck, ihm diesbezüglich hinterherzuweinen. Jeder Mensch ist anders gestrickt. Aber kein Trainer wird seine Sache emotionslos vermitteln und vertreten. Der eine so, der andere so. Wichtig ist dabei, dass die Leidenschaft für die Sache und für die Menschen, die ich überzeugen will, spürbar ist.


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