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Interview | Hans-Joachim Watzke: „Zurück zu unseren Wurzeln!“ (BVB)

elrond100, Ennepetal, Dienstag, 06.02.2018, 13:57 (vor 2886 Tagen) @ Rupo
bearbeitet von elrond100, Dienstag, 06.02.2018, 14:01

Was mir häufig zu kurz kommt bei vielen Interviews in der letzten Zeit, sei es mit Watzke oder auch Zorc, ist tatsächlich die sachlich differenzierte Selbstkritik.
Natürlich sind alle Verantwortlichen momentan schnell dabei pauschale Selbstkritik zu üben, denn wenn nun mal nicht alles perfekt läuft, werden wohl auch Fehler gemacht worden sein.

Aber welche selbstgemachten Fehler hat man denn tatsächlich erkannt und wie will man diese abstellen?

Aus meiner Sicht ist die Kaderzusammenstellung seit dem Sommer 16 komplett aus dem Ruder gelaufen. Nach und nach bekommt man dann mit, dass es im Verein schon damals starke Spannungen gab zwischen den sportlich Verantwortlichen und so gefühlt jeder seine Transfers bekommen hat, damit alle Ruhe geben.

Wir haben "spätestens" seit dem einen vollkommen aufgeblasenen Kader, der einfach zwangsläufig noch mehr Spannungen begünstigt.
Wir geben einfach zu viel Geld aus für diesen Kader, der mittlerweile auf keiner Position mehr über gehobene Internationale Klasse mehr verfügt. Das ist ein hausgemachter Fehler. Ein großer Fehler. Ich brauche als Geschäftsführer nicht über zu wenige erfolgshungrige Spieler klage, wenn ich einem Park aus Mainz so viel Geld zahle, dass der sich hier lieber mit Training und Tribüne abgibt, als woanders wieder seinem Beruf nachgehen zu können.

Wir müssen einen Stamm von 18-20 Profis haben, auf die gesetzt wird! Und das muss jeder spüren. Dahinter füllt man dann mit Jungspunden auf, die im Kader wachsen können und in die Bresche springen, wenn sich Verletzungen und Sperren ergeben. So wie jetzt Sancho...

Die Realität ist aber, dass wir jede Woche millionenschwere Kicker schlicht auf die Tribüne setzen, weil wir sie im Kader nicht brauchen....trotz zig Verletzten. Man kann nicht auf alles vorbereitet sein. Nicht als BVB. Schlicht, weil es zu viel Geld kostet.

Wenn es 15 Mio. Jahresgehalt kostet mit Marco Reus zu verlängern, dann kostet es so viel!! Aber spart euch bitte Rode oder Castro oder sonst wen ein...

Ich habe ein wenig die Befürchtung, dass das Rezept im Sommer wieder sein wird, noch mehr neue Spieler zu kaufen und dann werden die Altlasten immer größer!! Aus meiner Sicht kann die Lösung nur sein den Kader zu verkleinern, sich ganz genau zu überlegen auf welche Spieler man setzt und das Gehaltsgefüge zu spreizen. In der Spitze angemessen bezahlen und dann mehr staffeln.

Momentan pendelt ein Dahoud zwischen Platz, Bank und Tribüne....Woche für Woche. Mal so, mal so...brauchen wir Mo? Setzen wir auf seine Entwicklung? Oder probieren wir mittlerweile die Spieler auf magathsche Art einfach aus?

Als Klopp Gündogan damals nach den ersten enttäuschenden Spielen für den BVB auf die Tribüne setzte, löste das etwas aus. Medial und mit dem Spieler. Weil es eine symbolische Maßnahme war. Heutzutage wird nicht darüber berichtet, wer es nicht in unseren Kader schafft, weil es Woche für Woche hochbezahlte Profis trifft....Schürrle nicht dabei? Och, hab ich gar nicht gemerkt :-(

Und in diesem Sinne habe ich immer Bauchschmerzen, wenn Aki sich gebetsmühlenartig über die Wettbewerbsnachteile beschwert. Das ist alles richtig. Aber bevor diese Kritik zum Tragen kommt, sollten die eigenen Hausaufgaben erledigt sein, und da sehe ich uns leider nicht mehr optimal unterwegs.


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